Heinrich Romundt hält Vortrag beim Stapeler Maisfeldtag

Warnung vor dem „Zünsler“

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Pflanzenschutzbeauftragter Heinrich Romundt (l.) brachte die interessierten Landwirte auf den neusten Stand. 

Stapel - Der Schutz des heimischen Trinkwassers ist eine immens wichtige Aufgabe, der sich auch die Landwirte in der Region stellen müssen.

„Wenn die schädlichen Stoffe erst in 200 Meter angekommen sind, aus denen bei uns gefördert wird, ist das Wasser für die nächsten Jahrtausende verseucht“, warnte Heinrich Romundt, Pflanzenschutzbeauftragter der Landwirtschaftskammer, beim Maisfeldtag in Stapel. Die Probleme seien da, führte der 60-Jährige weiter aus, man müsse sich unbedingt den Herausforderungen stellen.

„Dabei muss agiert und nicht reagiert werden“, appellierte Romundt. Um die vorgegebenen Umweltparameter einzuhalten, müsse entweder die Produktion gedrosselt oder Düngung und Pflanzenschutz reduziert werden. Um den Landwirten Hilfestellung zu geben und Alternativen aufzuzeigen, würden von der Landwirtschaftskammer bereits seit über drei Jahrzehnten Versuchsfelder angelegt. Diese sind auf der insgesamt sieben Hektar großen Fläche in Stapel zu finden, wo auch Produzenten ihre verschiedenen Sorten anpflanzen und beim Maisfeldtag interessierten Landwirten vorstellen.

Um den Einsatz von Chemie beim Mais zu reduzieren, stellte Romundt verschieden Möglichkeiten vor. Dazu gehörten die mechanische Unkrautbekämpfung genauso wie Grasuntersaaten oder Rauhafer, der aufkeimendes Unkraut unterdrückt. Versuchsweise habe er sogar Bohnen zum Mais angesäht.

Der zweite Schwerpunkt seines Vortrages lag auf dem Schädling „Maiszünsler“. In der vom Pflanzenschutzberater aufgestellten Pheromonfallen konnten die Gäste die Insekten sehen. Auch auf einer Maispflanze konnte Romundt die „Zünsler“ zeigen. Nach den bisherigen Erfahrungen seien mechanische Maßnahmen wie ein gutes Stoppelmanagement am erfolgversprechensten. „Ich muss euch loben, denn das wird schon gut umgesetzt“, wandte er sich an die aktiven Landwirte. Nicht vergessen werden dürften die Wildäcker. „Das sind Zuchtstellen für den Zünsler“, warnte er. Zum Abschluss des gut besuchten Maisfeldtages waren alle Gäste auf dem Hof von Gaby und Cord Meyer zum Grillen eingeladen. ho

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