Bürgermeisteramt

Wahl in Bötersen: Cord Trefke ist Spitzenkandidat der CDU

Cord Trefke, Spitzenkandidat der CDU in Bötersen, am sogenannten Dreiländereck, der angenommene Mittelpunkt der Ortsteile Bötersen, Höperhöfen und Jeerhof.
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Cord Trefke, Spitzenkandidat der CDU in Bötersen, am sogenannten Dreiländereck, der angenommene Mittelpunkt der Ortsteile Bötersen, Höperhöfen und Jeerhof.

Die CDU in Bötersen hat einen Spitzenkandidaten für die Gemeinderatswahl gefunden. Es ist Cord Trefke. Wird er gewählt, möchte er andere Ehrenämter ruhen lassen.

Bötersen – Das Ende der Amtszeit von Bötersens Bürgermeister Hermann Holsten (CDU) rückt allmählich in greifbare Nähe. Es ist also an der Zeit, dass sich die Fraktionen von CDU und SPD Gedanken über eine Nachfolge machen müssen. Während die SPD sich noch etwas bedeckt gibt, steht der Spitzenkandidat für die CDU-Fraktion mit Cord Trefke bereits fest.

Dass Hermann Holsten bei den anstehenden Kommunalwahlen nicht erneut als Bürgermeister kandidieren wird, hat er bereits rechtzeitig bekannt gegeben. Weshalb sich die Fraktionen der CDU und SPD seitdem mit Gedankenspielen über eine mögliche Nachfolge beschäftigen. Und zumindest die CDU hat mit Trefke einen Kandidaten in ihren Reihen, der es sich durchaus vorstellen kann, dieses Amt zu bekleiden. „Es ist für uns und unsere Gemeinde von elementarer Bedeutung, dass wir auch zukünftig selbstbestimmt agieren können“, nennt der Bötersener einen seiner Beweggründe. Die Alternative, falls man niemanden aus den eigenen Reihen finde, sei eine Verwaltung über die Samtgemeinde. „Das will hier natürlich niemand, denn dann geht eine Menge Bürgernähe verloren“, so Trefke. „Und außerdem wissen wir vor Ort besser darüber Bescheid, welche Projekte und Probleme es zu bewältigen gilt.“

Ganz leicht hat sich Trefke, der auch für den Samtgemeinderat kandidiert, die Entscheidung für seine Kandidatur allerdings nicht gemacht. „Es muss halt alles zusammenpassen. Deshalb würde ich von einigen Ehrenämtern, die ich innehabe, zurücktreten müssen, um den nötigen Zeitaufwand ermöglichen zu können“, erläutert er. Ein Zeitaufwand, der auch im privaten Umfeld für Einschränkungen sorgen könnte, weswegen neben der beruflichen Situation auch die Familie in den Entscheidungsprozess eingebunden wurde. „Ich sehe in diesem Zusammenhang die Schnittstellenoptimierung mit der Samtgemeinde und die immer weiter voranschreitende Digitalisierung als große Chance für die künftige Verwaltungsarbeit in unserer Gemeinde. Das würde einem zukünftigen Bürgermeister auf lange Sicht einiges an Arbeit abnehmen“, betont der Kandidat.

Wie er das Amt angehen würde, darüber hat er auch schon konkrete Vorstellungen: „Man muss immer bemüht sein, niemanden zu übersehen und die Bedürfnisse der Bürger im Auge zu behalten“, sagt er. Man sei eine Gemeinde, die aus den drei Orten Jeerhof, Höperhöfen und Bötersen bestehe, und diese müsse man gleichberechtigt unter einen Hut bekommen. Außerdem verweist er darauf, auch die speziellen Bedürfnisse der älteren und der jüngeren Generation in seinen Blickwinkel einzubeziehen. „Das Wohl der Gemeinde ist in erster Linie wichtig und um das zu erreichen, müssen wir, wie in der Vergangenheit, auch über die Parteigrenzen hinweg konstruktiv zusammenarbeiten“, betont Trefke. Viele Projekte, die bereits angeschoben wurden, müssten weiter umgesetzt werden und wichtige Gedanken, die aus dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ erwachsen sind, würde er gerne weiter verfolgen und umsetzen, sofern es möglich ist.

Aber vor all diesen Vorhaben stehen natürlich noch die Kommunalwahlen am 12. September, und erst dann wird entschieden, wer in Bötersen zukünftig die Geschicke lenken wird. „Nur weil ich meine Bereitschaft bekundet habe, heißt das natürlich noch lange nicht, dass ich auch wirklich Bürgermeister werde“, so der Bötersener Lokalpolitiker, der schon seit 2006 aktiv in der Kommunalpolitik mitwirkt. Zunächst müsse er erst einmal in den Rat gewählt werden und dann hat eben dieser Gemeinderat das letzte Wort. „Die Ratsmitglieder entscheiden schlussendlich darüber, wer für die nächste Legislaturperiode hier Bürgermeister wird“, sagt er. Eine enge Zusammenarbeit mit einem eventuell möglichen Kandidaten aus den Reihen der SPD ist für ihn dabei aber selbstverständlich: „Man muss das große Ganze sehen, da spielen persönliche Befindlichkeiten natürlich eine untergeordnete Rolle.“

Bei den Sozialdemokraten selbst gibt man sich kämpferisch und trotzdem eher etwas verschlossen. Auf Nachfrage sagte deren Vorsitzender Nils Blödorn, dass man von einem Wahlsieg der SPD ausgehe und für diesen Fall einige kompetente Leute auf der Liste habe, die das Bürgermeisteramt ausfüllen könnten. Der Wahlausgang bleibe abzuwarten, man würde aber in jedem Fall konstruktiv zum Wohle der Gemeinde im Rat arbeiten und zudem gehe man davon aus, dass der Bürgermeisterposten aus den Reihen des gewählten Gemeinderates besetzt werde. Also auch dort ist man sehr daran interessiert, nicht fremdbestimmt zu werden. Letztendlich wird die Wahl entscheiden, wie die künftigen Mehrheitsverhältnisse im Bötersener Rat sind und welche Fraktion den Amtsinhaber stellen wird.

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