Ahauser Gemeinderat kann sich nicht auf Sanierung einigen

Waffensener Weg bleibt vorerst ein Flickenteppich

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Das kaputte Bankett am Waffensener Weg bei Ahausen ist zum Dauerthema im Rat geworden. - Foto: Diercks

Ahausen - Von Bettina Diercks. Erst einmal vertagt hat der Ahauser Gemeinderat die Entscheidung, wie es mit der Sanierung der Straße An den Wiesen und dem Waffensener Weg weitergeht. Bürgermeister Claus Kock (CDU) will noch weitere Erkenntnisse zu den verschiedenen Verfahren erlangen und in den Rat einbringen, der Montag tagte.

Zur Diskussion stehen für die beiden Straßen verschiedenen Lösungen: Eine sogenannte Bitumenschicht aufbringen oder sie aufzufräsen, Fräsgut einzuarbeiten, zu verdichten und mit einer Emulsion zu tränken. Wie das im Detail geht und was für moorige Böden sinnvoll ist, führte Harald Heining aus, der ein Ingenieur-Büro für Straßen- und Tiefbau in Elsdorf betreibt. Der favorisiert die Lösung mit dem Abfräsen und sprach von einer Haltbarkeit zwischen 15 und 18 Jahre. Den Waffensener Weg nannte er „eine Katastrophe“ und empfahl dem Rat, das Herausholen der Wurzeln unter der Fahrbahndecke nach Stunden abzurechnen.

Robert Abel (PoP) gab zu bedenken, dass bislang überhaupt nicht klar ist, was alles an Material im Waffensener Weg verbaut ist. „Der Unterbau muss eh gemacht werden“, sagte Abel, der sich dafür aussprach, nicht zu sparen. „Der Waffensener Weg ist ein Beispiel, wie eine Straße aussieht, die man ewig nicht anfasst und immer wieder flickt. Ich bin nicht davon überzeugt, dass wir eine bitumöse Oberfläche brauchen.“ Heining gab das Verkehrsrisiko zu bedenken, wenn zu grober Schotter eingebaut würde. „Wenn wir Schotter nehmen und Pech haben, dann geht so manche Windschutzscheibe in die Grütze.“

Rund ein Kilometer betroffen

Beschwerden von Verkehrsteilnehmern seien zu befürchten. „Ich gebe ihnen nur Denkanstöße, kann ihnen etwas empfehlen, entscheiden müssen sie selbst.“ Der Planer schlug vor, im Waffensener Weg die betroffenen 1 074 Meter Asphalt zu fräsen und die Straße (von Ahausen aus gesehen) um einen Meter nach links zu verlegen und rechts einen Meter Seitenraum zu schaffen. Um ein Überfahren zu verhindern könnten Leitpfosten hingestellt werden. Jörg Küsel (CDU) ergriff Partei für die Radfahrer. Für ihn komme nur eine Lösung in Frage, die ein problemloses Befahren für Räder gewährleiste.

Verschiedene kleinere Vorhaben beschlossen

Maik Hogrefe (CDU) hatte am Sitzungstag noch Informationsmaterial zum „Kaltrecycling“ eingebracht und Kock hatte sich ebenfalls um weitere Informationen bemüht. Deshalb beantragte er, den Punkt erst mal zu vertagen.

Beschlossen wurden aber Empfehlungen aus dem Wegeausschuss zu verschiedenen kleineren Vorhaben wie Astentfernungen, Ausbesserungen von kleinen Schadstellen, eine neue Zufahrt für das Gelände des Heimatvereins sowie die Entnahme des Randbewuchses an der Mühlenstraße zwischen Ahauser Mühle und Hellweger Straße.

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