Morgenstern-Grundschule findet keine Nachfolger

Sottrumer Förderverein vor dem Aus

Mit den Drittklässlern freuten sich Svetlana Hellwig (2. v. l.) von der Lesehöhle und Schulleiterin Annika Sterneck (hinten Mitte), nachdem Sven Schirmeister (l.) für den Förderverein die vielen Geschenke überreicht hatte.
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Mit den Drittklässlern freuten sich Svetlana Hellwig (2. v. l.) von der Lesehöhle und Schulleiterin Annika Sterneck (hinten Mitte), nachdem Sven Schirmeister (l.) für den Förderverein die vielen Geschenke überreicht hatte.

Seit 2007 macht sich der Förderverein der Morgenstern-Grundschule für die Belange der Einrichtung stark, jetzt steht er vor dem Aus. Der Grund: Die Kinder der Vorstandsmitglieder haben die Schule verlassen, und es fehlen Engagierte, die die Arbeit weiterführen.

Sottrum – Zum Ende des Jahres könnte „Fördi“, der Förderverein der Sottrumer Morgenstern-Grundschule, Geschichte sein. „Wir haben schon mehrmals vergeblich Versuche unternommen, Nachfolger für uns zu finden“, erzählt Sven Schirmeister, 2013 in den Vorstand gewählt und seit 2017 Vorsitzender. Schon bei der Jahreshauptversammlung 2019 hatte der heute 47-Jährige angekündigt, im Folgejahr nicht erneut zu kandidieren, da sein Sohn Lasse zum Gymnasium wechseln wird.

Inzwischen hat auch Klara, Tochter des Vizevorsitzenden Tobias Gäth, die Grundschule hinter sich gelassen und besucht die fünfte Klasse. Sogar seit der Förderverein im Jahr 2007 aus der Taufe gehoben worden ist, ist Kassenwart Uwe Nowotnik dabei. Und das, obwohl Sohn Niklas bereits 2009 zur weiterführenden Schule wechselte. „Uwe könnte schon fast Enkelkinder in der Grundschule haben“, meint Sven Schirmeister schmunzelnd.

Daher hat sich der amtierende Vorstand erkundigt, wie weiter vorgegangen werden kann. Dabei spielte auch eine Rolle, dass die Morgenstern-Grundschule inzwischen als Außenstelle der Grundschule „Am Eichkamp“ geführt wird. Bei Gründung sah das noch anders aus: Damals war die Morgenstern-Grundschule eigenständig, für die Grundschule „Am Eichkamp“ existierte bereits der Förderverein „Grashüpfer“. „Im Vorstand haben wir den Beschluss gefasst, dass der Verein aufgelöst wird und das verbleibende Guthaben in Höhe von rund 1 000 Euro an den Förderverein ‚Grashüpfer‘ gespendet wird, denn die Satzungen geben keine Übernahme her“, sagt Schirmeister, der hofft, dass sich Eltern bereit erklären, deren Kinder derzeit die Morgenstern-Grundschule besuchen, im Vorstand des „Grashüpfers“ mitzuarbeiten.

Schon bei der Jahreshauptversammlung im März 2019 hatte Sven Schirmeister (v.), verkündet, dass er nicht mehr kandieren wolle.

Wie wichtig das Engagement der Fördervereine ist, zeigt die Bilanz von „Fördi“: Seit 2007 konnten 31.590 Euro zugunsten der Mädchen und Jungen investiert und dadurch vieles ermöglicht werden, was nicht im Schuletat vorgesehen ist.

Dazu gehörten beispielsweise das Drachenfest, Fahrten ins Hohe Moor nach Schleeßel genauso wie Getränke- und Kuchenbüfetts bis hin zu Anschaffungen wie Bücher und Regale für die Lesehöhle. Auch die große Schaukelanlage auf dem Schulhof ist dem Engagement von „Fördi“ zu verdanken. Da durch Corona kaum Geld ausgegeben wurde, ging der Vorstand jetzt ein wahrscheinlich letztes Mal auf Einkaufstour.

Entscheidung am 11. November

Geld in die Hand genommen wurde für einen Bollerwagen, eine Musikanlage, Bluetooth-Lautsprecher, Bücher, Spielekisten und vieles mehr. Alles brachte Sven Schirmeister mit, als er jetzt die Grundschule besuchte. „Wir scheinen den Geschmack getroffen zu haben“, freut sich der Vorsitzende, nachdem die dritte Klasse stellvertretend für die Schule alles in Empfang genommen hatte.

Endgültig beschließen können die Auflösung allerdings nur die Mitglieder bei der Versammlung, die für Donnerstag, 11. November, angesetzt ist. „Sollte sich die Versammlung dagegen entscheiden, sind diese Eltern sicherlich bereit, den neuen Vorstand zu bilden“, so Sven Schirmeister. Andernfalls erfolgt die Auflösung zum Jahresende 2021.

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