Schleppjagd in Bötersen 

In vollem Galopp durch den Wald

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Die Teilnehmer der Schleppjagd stellen sich beim Stelldichein dem Publikum vor. 

Bötersen - Ein Waldstück nahe Bötersen: Es ist Schleppjagd, und wie aus dem Nichts erscheinen drei Reiter, die in halsbrecherischem Tempo zwischen den Bäumen hindurch galoppieren und mit einem Sprung über ein Hindernis den Wald verlassen – nur, um dann mit ebenso großer Geschwindigkeit über ein frisch abgeerntetes Maisfeld zu entschwinden.

Die Reiter legen mit Duftstoffen eine Fährte, und nach kurzer Zeit erscheint eine Hundemeute, die in Begleitung von weiteren Reitern dieser folgen. Auch dabei ist das Tempo sehr hoch.

Dann geht es Schlag auf Schlag. In drei Gruppen eingeteilt durchqueren hoch zu Ross die „Jäger“ das Waldstück. Die erste Gruppe überspringt dabei das Hindernis, die anderen beiden reiten daran vorbei, aber bei diesem Gelände und der hohen Geschwindigkeit sind die Anforderungen an Mensch und Pferd sehr hoch.

Applaus und Jubelrufe

Dabei zeigt sich das reiterische Können der Teilnehmer an dieser Jagd, und das Publikum, welches in ausreichendem Sicherheitsabstand dieses Spektakel bewundert, begleitet die Reiter mit frenetischem Applaus und Jubelrufen. Die Zuschauer wissen, dass ihnen anspruchsvoller Pferdesport geboten wird, auf diesem Rundkurs um die Gemeinde Bötersen. Eine Karawane von Traktoren mit teilweise zwei Anhängern dahinter fährt die spektakulärsten Punkte der Jagd an und bietet dabei interessante Einblicke auf das Jagdgeschehen. Man ist also beinahe mittendrin im Geschehen, und wie schon in der Vergangenheit haben auch diesmal wieder hunderte Schaulustige die Gelegenheit genutzt und sich zu dieser Traditionsveranstaltung des Reitvereins Sottrum eingefunden.

Stelldichein vor der Jagd

Sehr zur Freude der Reiter und von Friedel Lossau, dem Vorsitzenden des Reitvereins, der sich vor Beginn der Jagd, beim sogenannten Stelldichein, von der großen Menschenmenge beeindruckt zeigt. Das Stelldichein ist die Präsentation der Teilnehmer, bei denen die Reiter auf ihren Pferden gemeinsam mit der Hundemeute um deren Master Thorsten Maschmeyer auf dem Gelände des Gasthauses Hoops in Bötersen gemächlichen Schrittes am Publikum vorbeireiten und zeigen, wer denn gleich für die Action im Feld zuständig ist.

Musikalisch untermalt ist das Ganze durch die Jagdhornbläser des Sottrumer Hegerings und die Parforce-Horn-Bläsergruppe „Gute Jagd“, die eigens aus Bielefeld angereist sind und deren Instrumente einen ebenso imposanten wie einzigartigen Klang haben. Alles in allem ist die Jagd auch in diesem Jahr wieder eine runde Sache, und da stört auch der zwischenzeitlich einsetzende leichte Regen nur am Rande, der ansonsten perfekt organisierten Veranstaltung, die störungsfrei verläuft und immer für das ein oder andere „Ah und Oh“ bei den Zuschauern sorgt.  

dau

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