Vokalensemble „DeCadenza“ in der Ahausener St.-Marien-Kirche

Auch eine Prise Humor dabei

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Marcus Wesche beeindruckte während des Konzerts mit der Laute.

Ahausen - Von Bettina Diercks. Noch einmal weihnachtlich wurde es am Sonnabend in Ahausen. Dort war das Vokalensemble „DeCadenza“ in der St.-Marien-Kirche mit ihrem Programm „Quem vidistis...?“ (in etwa: „wen hast du gesehen?“) aus Bremen zu Gast.

Das achtköpfige Ensemble verbreitete mit seinen oftmals kirchlich geprägten Stücken eine andächtige Atmosphäre in der Kirche. So drehte sich der Beginn des Abends vor allem um den Morgenstern beziehungsweise die winterlich lange Dunkelheit mit Blick auf den Morgen. Entsprechend getragen die Werke.

„DeCadenza“ hat sich bei seinem Programm auf die Gegenüberstellung von Kompositionen aus dem 19. und 20. Jahrhundert konzentriert.

So passten die Lobpreisungen der Jungfrau Maria durch die vielstimmigen Chormusiker hervorragend dazu. Mal dient die Rose, mal das Meeresgestirn als Sinnbild für Marias Reinheit.

Im vierstimmig vorgetragenen „Salve Regina“ (Francis Poulenc), dessen Text in diesem Fall aus einem der klösterlichen Stundengebet stammte, stach der Sopran besonders hervor. Mit dem „Veni, veni Emmanuel“ (Zoltán Kodály), einem Adventslied, wurde so inbrünstig der Heiland als Retter der Welt herbeigesehnt, dass die Stimmung schon fast schwermütig wurde.

Eine optimale Darbietung fand „A Hymn to the Virgin“ (Benjamin Britten), für den das Ensemble sich in zwei Gruppen teilte und abwechselnd sang. Die eine blieb im Altarraum stehen, die anderen vier Sänger fanden Platz unterhalb der Orgel im Eingangsbereich.

Britten, schrieb das A-cappella-Stück für zwei Chöre im Wechselgesang als 17-jähriger, als er krank war. Den Text der mittelalterlichen Lobpreisung Marias hatte er in einem Gedichtband entdeckt.

Nachdem Marcus Wesche die Pause mit ein paar Stücken auf der Laute einläutete, ging es danach nicht mehr ganz so tiefgreifend zur Sache.

„DeCadenza“ präsentierte sich in der Ahausener St.-Marien-Kirche fein akzentuiert und hervorragend aufeinander abgestimmt und eingespielt. Die wenigen kleinen Momente, wenn die Sänger beim Anstimmen eines Stückes nicht sofort den Ton trafen, wurde humorvoll hingenommen und korrigiert.

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