Wasserhaushaltsgesetz nicht berührt

Verfahren zum Grünlandumbruch eingestellt

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Das Verfahren zum Grünlandumbruch in Eversen wurde eingestellt.

Eversen - Von Bettina Diercks. Abgeschlossen wurde das Verfahren zum „angezeigten vermuteten Grünlandumbruch“ zwischen Eversen und Westerwalsede. Das teilt der Landkreis auf Anfrage der Kreiszeitung mit.

Ermittelt wurde gegen den Bewirtschafter, weil vermutet wurde, dass dieser gegen den Paragrafen 52 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) verstoßen habe, da die Fläche im Wasserschutzgebiet liegt. Offensichtlich waren es aber die Behörden, die über die Fläche nicht miteinander kommuniziert haben. Der Landkreis räumt auf Nachfrage ein: „Die Hafersaat hat der Landwirt auf Empfehlung der Wasserschutzzusatzberatung ausgebracht, weil Hafer schneller wächst und Wurzeln ausbildet und so die Winderosion der Fläche bis zum Aufwuchs der restlichen Grünlandsaat verringert. Der Hafer wird mit jedem Grünschnitt mitgemäht.“

Aus der Pressestelle des Kreises heißt es: „Die Untersuchung beziehungsweise Feststellung vor Ort und ein anschließendes Gespräch mit dem Bewirtschafter ergaben, dass auf der Fläche eine Grünlandsaatmischung mit zusätzlichem Haferanteil eingesät wurde.“ Die vom Landwirt kontaktierte Wasserschutzzusatzberatung werde von Mitarbeitern der Landwirtschaftskammer, des Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz oder anderen Einrichtungen aus diesem Gebiet vorgenommen. Finanziert wird die Beratung vom Land.

Ergänzend zum Verfahren in Eversen schreibt der Landkreis: „Zur Vorbereitung der Grünlanderneuerung war der Boden – auch in Abstimmung mit der Wasserschutzzusatzberatung – mit einer Fräse flach bearbeitet worden.“ Fachlich betrachtet bedeutet flach weniger als zehn Zentimeter tief. Derartige Bodenbearbeitung würde noch zu den umbruchlosen Verfahren der Grünlanderneuerung gezählt und bedürfe daher keiner Genehmigung – auch nicht im Wasserschutzgebiet, heißt es aus der Presseabteilung der Verwaltung weiter. Zu einer Anzeige eines derartigen Vorhabens sei der Bewirtschafter auch nicht verpflichtet gewesen.

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