Horstedter Grundschüler beenden Projektwoche

Unterricht für das „echte Leben“

Jenna, Isabel und Canau (v.l.) spazierten nicht nur einmal durch den Barfußpark. - Fotos: Holsten-Körner

Horstedt - In Zukunft werden Vögel und Fledermäuse auf dem Gelände der Horstedter Löwenzahn-Grundschule 30 zusätzliche Nistmöglichkeiten vorfinden. Zu verdanken haben sie dies den Schülern der dritten und vierten Klasse, die im Rahmen der Naturerlebnis-Projektwoche die Kästen bauten. Beim Kasten von Marlies und Tim werden die Fledermäuse sogar mit der Aufschrift „Willkommen“ begrüßt, bei Jonas und Pekka sollten sie dem Fußball-Bundesligisten Werder Bremen gesonnen sein.

„Jede Klasse durfte vier der acht Projekte absolvieren“, erklärte Schulleiterin Annette Römer. Dabei erfolgte eine altersgerechte Aufteilung. So gab es für die Erst- und Zweitklässer einen Barfußpfad, Naturkunst und eine Waldrallye. Schnitzen, Nisthilfen, und „Natur unter der Lupe“ standen für die dritten und vierten Klassen auf dem Programm. Außerdem durfte jede Klasse einen Tag bei den Wildnispädagogen Peter Nydegger und Kessi Frech mitmachen.

„Die Beiden gestalten den Vormittag anders als wir Lehrer“, erzählte Römer, die sehr angetan von deren Arbeit war. Am letzten Tag präsentierten die Horstedter Grundschüler in der Aula ihr Vortages-Projekt.

Dazu eingeladen waren der Vorstand des Fördervereins, die ein Obst- und Gemüsebuffet vorbereitet hatten, sowie alle Eltern. „Unsere Tochter war jeden Tag schwer begeistert“, berichtete Gina Sojka, Mutter der zehnjährigen Jolina. Die Viertklässlerin habe viele nützliche Dinge gelernt. „In Zukunft möchte Jolina mehr Unterricht für das echte Leben haben“, so Sojka. Auch die sieben Jahre alte Janin und ihre neunjährige Schwester Saskia seien jeden Tag mit leuchtenden Augen nach Hause gekommen. „Es hat ihnen unwahrscheinlich viel Spaß gemacht“, sagte ihre Mama Martina Dodenhoff.

Auch wenn es für Annette Römer und ihre Kollegen eine andere Beanspruchung als im Schulalltag war, zieht sie ein sehr positives Fazit: „Es hat sich gelohnt, es war perfekt.“ J ho

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