Teilnehmer der Müllsammelaktionen in Horstedt und Schleeßel sind erfolgreich

Ungewöhnliche Funde

Die großen Teile gilt es in Stapel mit dem Anhänger zu transportieren. -  Fotos: Holsten-Körner

Horstedt/Schleeßel - Von Antje Holsten-Körner. In Schleeßel sowie der Gemeinde Horstedt scheinen viele Bürger umweltbewusster zu handeln, denn im Gegensatz zu den Vorjahren haben die Teilnehmer der Umweltaktion deutlich weniger Müll gefunden – dafür waren interessante Dinge dabei.

„In Winkeldorf haben wir 28 Helfer“, berichtete Ortsbrandmeister Manfred Romer, der die Koordination übernommen hat. Mit von der Partie war der 16-Jährige Hussain. Für den Afghanen haben Christine und Christian Baar vor acht Wochen die Pflegschaft übernommen. „Er ist ein lieber, freundlicher Mensch und sehr hilfsbereit“, so der Pflegevater.

Am Moordamm waren Larissa (9), Domenik (13) mit ihren Eltern Katrin und Stephan Schmidt aktiv. Da sie ein großes Stück Zaun gefunden hatten, holten die Kinder ihr Dinocar, um den Unrat zum Sammelplatz am Mehrzweckhaus zu transportieren. Ansonsten war der Ortsbrandmeister im Feuerwehrwagen, dieses Mal mit Jan-Erik Ganze am Steuer, unterwegs, um den Helfern die gefüllten Müllsäcke abzunehmen. Um die Ausbeute von Rolf Cordes, Mirco Cordes und Henning Schnackenberg musste er allerdings schmunzeln. „Sie fanden in Richtung Bülstedt einen originalverpackten Vibrator sowie eine Gummipuppe“, verriet er.

Nach der Rückkehr im Mehrzweckhaus konnten sich alle Teilnehmer über Kaffee und Kuchen freuen, den Lydia Holsten und Marion Schultze vorbereitet hatten. Im Horstedter Backhaus hatten diesen Part Gisela Borchers, Eva Behrens und Irmtraut Wiens. Dort trafen die 21 Freiwilligen nach eineinhalb Stunden wieder ein.

Obwohl weniger Müll als in den Vorjahren zusammengekommen ist, war Thomas Hübner, zuständig für die Fahrten, nicht ganz zufrieden. „Ohne die vielen Jugendlichen aus dem Kinderheim hätten wir nur wenige Teilnehmer“, bedauerte er und hofft, dass sich in Zukunft die Vereine auch bei der Umweltaktion engagieren.

Auch in Stapel konnten sich die Verantwortlichen wieder auf die Kinder vom Inari-Hof verlassen. Anders als in Horstedt durfte sich Mitorganisator Dieter Szczesny auch über die Teilnahme der Bevölkerung seines Ortes freuen, denn Stapel stellte mit 30 Teilnehmern den Rekord auf. „Ich hoffe, dass das Verständnis der Bürger für die Umwelt noch besser wird, damit wir eines Tages statt der Umweltaktion nur noch einen Frühlingssparziergang ansetzen“, sagte Horstedts Bürgermeister Michael Schröck, der sich für das Engagement bedankt.

Auch in Schleeßel sind die Anwohner fleißig.

Sehr zufrieden sind die Organisatoren auch mit dem Umwelttag in Schleeßel. Rund zwei Dutzend Einwohner trafen sich am Vormittag am Feuerwehrhaus. Eingeteilt in drei Gruppen ging es los. Während sich ein Teil von ihnen um die Instandhaltung des Spielplatzes kümmerte, waren weitere Teilnehmer mit Müllbeuteln in den Straßen unterwegs. Unterstützt wurden sie dabei von Florian Laue, der mit seinem Traktor und dem Anhänger von Jürgen Meyer alle für die Aktion notwendigen Transporte übernahm. „Größter Fund bei uns war ein Münzfernsprecher“, erzählte Reinhard Hops, in dessen Händen die Fäden zusammenliefen. Wie schon in der Gemeinde Horstedt hat sich aber das Müll-aufkommen deutlich reduziert. Die dritte Gruppe kümmerte sich um Pflegearbeiten und die Verteilung der Komposterde.

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