„Das muss aufhören“

Unfallopfer fordert Tempo 30 statt 100

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Petra Dorn hält diese Stelle an der Kreisstraße202 für gefährlich.

Bötersen - Von Inken Quebe. Die Kreisstraße 202 führt von der Bundesstraße 75 Richtung Bötersen und scheint mit der geraden Führung eigentlich ungefährlich. Für die Rotenburgerin Petra Dorn steht jedoch fest, dass dort Hinweisschilder stehen müssten oder die Höchstgeschwindigkeit gesenkt werden sollte.

Erst vor kurzem hatte sie auf dieser Straße einen Unfall. „Ich hatte Glück und bin mit ein paar Blessuren davongekommen, aber das sollte nicht noch einmal passieren“, appelliert Dorn. Ihr Augenmerk liegt auf den Feldern am Straßenrand. Dort gibt es die Möglichkeit, selbst Erdbeeren zu pflücken. „Viele fahren da langsam, um zu gucken, wo die Einfahrt ist“, berichtet die Rotenburgerin. Die Fahrer würden dann erst spät blinken – „und übersehen so vielleicht jemanden, der gerade überholen will“.

Als sie selbst dort den Unfall hatte, hätten auch die Ersthelfer schon angemerkt, dass diese Stelle gefährlich sei. Ihr Wunsch: „Die Verkehrsteilnehmer sollten auf 30 Stundenkilometer (km/h) herunter gebremst werden.“ Aktuell ist dort 100 erlaubt.

Auch Hinrich Bammann aus Bötersen, dem die Erdbeerfelder an der K 202 gehören, ist sich darüber im Klaren, dass die Situation an der Stelle nicht einfach ist. „Viele Kunden, gerade ältere, sind sich unsicher, wenn sie wieder wegfahren wollen. Die wünschen sich auch, dass die Fahrer dort langsamer sind“, erklärt er im Gespräch mit der Kreiszeitung. Aus Eigeninitiative habe er bereits vor einigen Jahren eine Zeit lang Hinweisschilder für seine Einfahrt aufgestellt. Das Problem: „Ich sollte die Schilder jeden Morgen hinstellen und abends wieder mitnehmen. Nach einem langen Arbeitstag ist man dann kaputt, da habe ich das wieder sein gelassen.“ Auch er würde eine Geschwindigkeitsbegrenzung begrüßen – zumindest auf 70 km/h.

Auf Nachfrage erteilt die Landkreisverwaltung dem Wunsch jedoch eine Absage: „Der Abschnitt mit den Zufahrten zu den Parkplätzen der Selbstpflücker ist gerade und übersichtlich. Die Notwendigkeit einer Geschwindigkeitsbeschränkung wird auch von der Polizei nicht gesehen.“ Auch über vermehrte Unfälle sei nichts bekannt. Seit vier Jahren habe es dort keinen gegeben, der einen Bezug zur Erdbeerplantage gehabt habe.

Für Petra Dorn steht dagegen fest: „Wenn ich schon überlebt habe, möchte ich wenigstens, dass dort auch etwas getan wird. Das muss aufhören.“

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