Ausschuss diskutiert Kosten

Nächster Schritt für Mühlensanierung

Blick auf die Wassermühle mit Mühlenrad durch das Loch in einem Kunstwerk.
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Die Wassermühle in Stuckenborstel soll saniert werden. Über die Dringlichkeit ist man sich allerdings im Planungsausschuss der Gemeinde Sottrum nicht einig.

Die Wassermühle in Stuckenborstel soll saniert werden. Das ist so gut wie sicher und Konsens unter den Ratsmitgliedern, doch was darf das kosten?

Stuckenborstel – Es ist wohl das meistfotografierte Gebäude in Stuckenborstel, und aus Sicht der SPD ist es in Gefahr. Immerhin, in Sachen Renovierung ist man im Bau-, Planungs- und Wirtschaftsausschuss der Gemeinde Sottrum ein Stück weiter gekommen. Doch von der Endzeitstimmung bei der Wassermühle, die im Antrag der Sozialdemokraten zwischen den Zeilen erkennbar scheint, wollen die meisten in der Sitzung allerdings nichts wissen.

„Der Verfall im Gebälk ist dermaßen groß, sodass man das Gebäude in ein paar Jahren nur noch abreißen kann“, schreibt SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Brandt im Antrag, auch in Ratsdiskussionen nicht immer frei von Übertreibungen. Wie schnell der Abriss droht, sollen nun aber dann doch Fachleute bestimmen.

Dennoch, es gibt Risse im Mauerwerk und Würmer im Gebälk, die Schäden an und in der Wassermühle fallen nicht unbedingt gleich ins Auge, aber sie sind da. Und einen Konsens, nach dem das historische Gebäude wieder auf Vordermann gebracht werden soll, gibt es sogar ebenfalls im Rat fraktionsübergreifend. Doch fühlt man sich im dort und im Ausschuss mehrheitlich zeitlich nicht so unter Druck gesetzt, wie es sich die SPD vielleicht wünschen würde. Selbst der Heimatverein, über den Mühlenverein als Abteilung Betreiber der Wassermühle, sieht keinen Handlungsdruck. „Es ist nicht so drastisch wie vielleicht dargestellt“, so dessen Vorsitzendender Hans-Jürgen Krahn im vergangenen Dezember gegenüber dieser Zeitung.

Im Ausschuss ist man unterdessen unterschiedlicher Ansicht, was ein Fachplaner kosten soll beziehungsweise wird. Insgesamt seien 80 000 Euro im Haushalt für die Sanierung veranschlagt, so Gemeindedirektor Holger Bahrenburg. In einem Antrag Brandts während der Ausschusssitzung ist von 20 000 Euro Planungskosten die Rede, die waren bereits in einer Sitzung des Rates im Dezember angedacht worden.

Viel zu viel aus Sicht der Verwaltung, die knapp die Hälfte kalkuliert – die Mehrheit im Ausschuss folgt dieser Ansicht. Im kommenden Jahr, nach der Bestandsanalyse, könnte es dann in die Umsetzung gehen. „Der Erhalt der Wassermühle ist ein Ziel der Gemeinde. Wir sehen keinen Abriss, aber Bedarf, etwas zu machen“, so Bahrenburg.

Auch Sven Plaschke (Grüne) befürwortet eine Sanierung der historischen Mühle, aber eben nicht blind. „Ich möchte erst mal einen aktuellen Zustand haben und wissen, was anliegt“, sagt er. Dann könne man weitersehen, aber 10 000 Euro würden für den ersten Schritt zunächst ausreichen.

Heinz-Wilhelm Oetjen (FDP) sieht selbst die 10 000 Euro als für zu hoch angesetzt („Es ist gar nicht so viel kaputt.“), die Gesamtkosten für die Sanierung dagegen aber als zu niedrig. „Wenn wir das unter Denkmalschutzbedingungen sanieren, dann geht das in die Millionen.“ Gerd Helms (SPD), wie Hans-Jürgen Brandt ein Stuckenborsteler, plädierte dafür, dennoch 20 000 Euro als Planungskosten einzustellen. Grundsätzlich sehe jeder einen anderen Sanierungsbedarf. Wenn man aber die 20 000 Euro am Ende nicht aufbrauchen würde, sei das ja auch gut.

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