Kindergarten „Sonnenblume“ in Ahausen bezieht neue Räume neben der Schule

Umzug in vier Tagen

Praktikant Torben Mahnken kümmert sich um die Kinder. - Foto: Diercks

Ahausen - Geräumig, hell, freundlich, komfortabel – so lässt sich die neue Heimat des Ahauser Kindergartens „Sonnenblume“ beschreiben. „Wir fühlen uns sehr wohl“, bestätigt Leiterin Christine Raddatz. Seit Anfang März sind Kinder und Erzieherin in direkter Nachbarschaft zur Grundschule.

Vier Tage dauerten Umzug und Wiederaufbau der Möbel sowie das Einsortieren. Was lange währt, wird offenbar gut – und in diesem Fall kostengünstig. Der Umzug in das ehemalig Gebäude der Lebenshilfe war ursprünglich für den Sommer 2015 vorgesehen. In den Haushalt wurden damals etwa 120 000 Euro für Sanierung und Umbau eingestellt. Laut Bürgermeister Claus Kock (CDU) kommt die Kommune mit erheblich weniger aus, da Gemeindearbeiter Andreas Stein einen Großteil der Aufgaben übernommen hat. Laut Kock ein großer Glücksfall für die Verwaltung. „Noch kann ich die Kosten nicht beziffern. Das teuerster war der Stahlträger im Bewegungsraum mit 7 000 bis 8 000 Euro“, sagt der Bürgermeister, der die bisher aufgebrachten Kosten im Winter mit etwa 15 000 Euro bezifferte. Viel mehr sei es seitdem wohl nicht geworden.

Der Raum der ehemaligen Lebenshilfe grenzt an die Grundschule. Die Samtgemeinde hat einen Teil des Gebäudes aufgekauft, um eine Küche für die Schule zu schaffen. Da für die Abtrennung eine Wand eingerissen wurde, musste aus statischen Gründen ein Träger eingebaut werden.

Den Vorteil einer Küche in einem separaten Raum genießt jetzt auch der Kindergarten. Laut Kock bringt diese Veränderung allerdings auch mit sich, Personal aufzustocken. Raddatz findet sowohl die separate Küche toll, wie auch den kurzen Weg zur Schule und in die Turnhalle.

Durch die Neubelebung der Immobilie musste die Gemeinde einige aktuelle gesetzliche Vorgaben erfüllen. Nach einer Besichtigung und Beratung mit dem Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover (GUVH) mussten beispielsweise an vielen Türen Fingerklemmschutze angebracht werden. Einem Rollo ähnlich spannen sind die Kunststoffbahnen flexibel über vertikale Türspalten, die sogenannten „Scherstellen“, und Nebenschließkanten. Im Aufenthaltsbereich der Krippenkinder mussten alle möglichen Gefahrenquellen für Quetschungen abgesichert werden. Und, nicht nur das: Gefordert wurde, Wände, Kanten und Stützen zu glätten oder mit gerundeten Eckputzschienen zu versehen. Selbst den Rauputz im Bewegungsraum musste Andreas Stein glätten, weil der Verband ihn als „zu rau“ und damit zu gefährlich einstufte.

Nachgebessert werden mussten auch die Brüstungen auf den Spielebenen. Sie mussten um 30 Zentimeter auf einen Meter erhöht werden. Die bisher im Specken genutzten Garderoben auseinander gesägt und neu montiert werden.

Erstaunlich, an was die Erzieherinnen alles denken müssen: Vom GUVH werden sie dazu angehalten, Heizkörper maximal auf 60 Grad aufzuheizen und, dass das Warmwasser nicht mehr als 43 Grad betragen darf.

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