Team vor Impfung

Sozialstation plant Umzug im Sommer

Der Neubau in Waffensen kommt voran. Im Sommer ist der Umzug angesagt.
+
Der Neubau in Waffensen kommt voran. Im Sommer ist der Umzug angesagt.

Rotenburg/Sottrum – Es gibt zwei Dinge, auf die sich die Mitarbeiter der Diakonie-Sozialstation Rotenburg/Sottrum derzeit freuen können: Einerseits soll im Sommer der Umzug in den Neubau in Waffensen erfolgen, zudem steht bald die Impfung gegen das Coronavirus der Pflegenden an. Beides sorgt für Entlastung, so die Leiterin der Sozialstation, Inga Hoops.

Bei Ersterem vor allem durch mehr Platz, Letzteres allein rein psychologisch. Noch aber sitzt Inga Hoops in ihrem kleinen Büro im Rotenburger Zentrum. Sie blickt sich um. „Es ist einfach grundsätzlich zu klein. Wir haben gar nicht für jeden Mitarbeiter einen Arbeitsplatz“, sagt sie. Das funktioniere nur, weil einige der fünf Mitarbeiter in der Sozialstation-Verwaltung in Teilzeit arbeiten. In Waffensen entsteht gerade die neue Hauptstelle direkt neben der Feuerwehr. „Waffensen liegt mittig in unserem Gebiet“, so Hoops weiter.

Die Kunden der Sozialstation leben in der Stadt Rotenburg, aber auch ihren Außendörfern und in der Samtgemeinde Sottrum. Das Verhältnis der rund 200 Stadt- und Landbewohner, die von den 36 Pflegekräften der Sozialstation betreut werden, halt sich laut der Leiterin ungefähr die Waage.

Auf der Baustelle in Waffensen endet so langsam die Rohbauphase. Tischler haben in dieser Woche die Fenster eingebaut, bald sollen Heizung und Sanitäranlagen kommen und Ende Juni/Anfang Juli kann nach aktuellem Stand der Umzug erfolgen. Hoops freut sich auch auf die vielen Parkplätze. Die Sozialstation würde in der Rotenburger Lindenstraße bereits viel Parkraum einnehmen, und ihre Autos waren schon des Öfteren Ziel von Vandalismus.

Team wird gegen Corona geimpft

Auf gut 400 Quadratmetern eingeschossig können sich die Mitarbeiter künftig in fünf Büroräumen, einem Aufenthalts-, einen Besprechungs- und einem Lagerraum sowie einer Toilette ausbreiten. Der Neubau in Waffensen ist als Verwaltungsgebäude geplant, ein moderner aber gleichzeitig kostengünstiger Pultdachbau. Gerechnet wurde zu Beginn der Planungen 2018 mit etwa 750 000 Euro Baukosten insgesamt. Der Neubau verschaffe den Mitarbeitern klarere Strukturen und ein angenehmeres Arbeitsumfeld.

Voran geht es auch in Sachen Corona. „Wir bekommen bald die Impfung“, sagt Inga Hoops. Die Anforderung sei bereits eingetroffen, nun warte man auf einen Termin. Das verschafft Erleichterung, weniger, weil man selbst geschützt ist, sondern vor allem, weil die Übertragungswahrscheinlichkeit an die zur Risikogruppe zählenden Patientenschaft deutlich sinkt. Die Angst, sie zu infizieren, sei bei den Pflegenden hoch, so Hoops. Auch wenn man die Kontakte drastisch reduziert, kann man eine Infizierung nicht verhindern. Das Virus findet Wege.

Doch auch nach der Spritze werde man natürlich vorsichtig bleiben, die Hygienemaßnahmen blieben selbstverständlich bestehen. FFP2-Masken und Desinfektionsmittel gehören weiterhin zur Standardausrüstung. Getestet wird regelmäßig, mittlerweile drei anstatt fünf Mal in der Woche. Das spart Zeit und Geld. 15 Minuten dauert ein Test. Anderthalb Stunden dauert es, bis alle vom Hof sind. Acht Euro kostet ein Test, das summiert sich auf. Zudem: „Die Nasenschleimhäute finden das auch nicht mehr witzig“, sagt Hoops. Das Team sei tough, es beiße die Zähne zusammen.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Bob- und Rodelbahn am Königssee schwer beschädigt

Bob- und Rodelbahn am Königssee schwer beschädigt

Meistgelesene Artikel

Visselhövedes Bürgermeister fordert Widerruf

Visselhövedes Bürgermeister fordert Widerruf

Visselhövedes Bürgermeister fordert Widerruf
Rotenburger DRK und THW im Krisengebiet: Zwischen Not und Solidarität

Rotenburger DRK und THW im Krisengebiet: Zwischen Not und Solidarität

Rotenburger DRK und THW im Krisengebiet: Zwischen Not und Solidarität
Ruben Bartel schreibt Abitur mit der Traumnote 1,0

Ruben Bartel schreibt Abitur mit der Traumnote 1,0

Ruben Bartel schreibt Abitur mit der Traumnote 1,0
Neues Gesicht fürs Ronolulu entsteht bis Ende 2022 unter Zeitdruck

Neues Gesicht fürs Ronolulu entsteht bis Ende 2022 unter Zeitdruck

Neues Gesicht fürs Ronolulu entsteht bis Ende 2022 unter Zeitdruck

Kommentare