Erweiterung des Hassendorfer Kindergartens verzögert sich

Umbau mit Startschwierigkeiten

Das dauert: Hier hinter dem Hassendorfer Kindergarten soll ein Anbau entstehen.
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Das dauert: Hier hinter dem Hassendorfer Kindergarten soll ein Anbau entstehen.

Hassendorf – Dass die bürokratischen Mühlen langsam mahlen, ist für Hassendorfs Bürgermeister Klaus Dreyer (SPD) ein bekannter Umstand. Aber in Sachen des anstehenden Umbaus des gemeindeeigenen Kindergartens ist er höchst unzufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Genehmigungsverfahrens für die Bewilligung von Fördergeldern, und auch andere Dinge stießen ihm sauer auf. „Es ist für mich unverständlich, dass die Samtgemeinde uns dabei auch noch Knüppel zwischen die Beine wirft“, sagte er bei einer Ratssitzung am Montag und spielte darauf an, dass von der Verwaltung ein Entwässerungsgutachten gefordert wird.

Das Problem dabei: Das Gutachten soll nicht allein für das Kindergartengrundstück gelten, sondern auch für die angrenzenden Gemeindegrundstücke, zu denen unter anderem das Dorfgemeinschaftshaus gehört. Auch für Ratsmitglied Hermann Rugen (CDU) ist das alles schwer verständlich: „Wir haben für diese Bereiche bereits ein funktionierendes Entwässerungssystem, da wundert es mich schon, dass hier neue Nachweise gefordert werden.“

Weitere Anforderungen gab es zu Themen wie dem Brandschutz und den damit verbundenen Lösungen für Notausgänge. Die beantragtem Fördergelder beim Landesschulamt und beim Landkreis sind noch nicht einmal in der Bearbeitung. Es wird also noch dauern, bis der Umbau beginnen kann. Der Arbeitsaufwand für die Verwaltung in Hassendorf ist enorm. Ein Aufwand, der ehrenamtlich gestemmt werden muss.

Ein Beispiel für die enorme Belastung der Mitgliedsgemeinden, ihrer Bürgermeister und oft auch für die Ratsmitglieder. Um diesen Aufwand zu verringern, ist das große Projekt der Schnittstellenoptimierung ins Leben gerufen worden und Kerstin Wendt ist als Erste Samtgemeinderätin derzeit auf kleiner Tournee durch die Ratssitzungen der Mitgliedsgemeinden, um diese Maßnahme vorzustellen. Im Prinzip ist es eine Aufgabenverteilung von den einzelnen Gemeinden hin zur Samtgemeindeverwaltung um das Konstrukt Samtgemeinde für die Zukunft zu rüsten. In der Regel wird dieses Unterfangen von den Gemeinden sehr begrüßt und auch in Hassendorf sieht man die Notwendigkeit dahinter. „Unsere jetzige Verwaltung hat den großen Vorteil, dass sie von Leuten im Ruhestand gebildet wird, die entsprechend Zeit zur Verfügung haben“, betonte Rugen. „Wenn zukünftig junge Leute nachrücken würden, so haben sie mit Beruf und Familie schon eine Menge um die Ohren. Da muss man jetzt schon sehen, wie man die Dinge vereinfachen kann.“ Es wird nun von der Hassendorfer Verwaltung ein Plan aufgestellt, was man an Arbeiten an die Samtgemeinde abgeben möchte, und darüber wird in den Fraktionen diskutiert und im Rat abgestimmt werden.

Ebenfalls zu Gast an diesem Abend war Isabel Salmen, die neue Schulleiterin der Grundschule Bötersen. Weil die Hassendorfer Grundschulkinder in die Bötersener Schule gehen, hat die Schulleiterin die erste Ratssitzung in Hassendorf seit dem 19. Februar zum Anlass genommen, um sich dem Rat einmal vorzustellen. Salmen gab dabei einen Einblick, wie sich die Situation in der Schule unter Corona Bedingungen darstellt und legte den Fokus auf die Digitalisierung des Unterrichts. Man wolle sich der Technik in angemessenem Maße öffnen und in die Umsetzung der Lerninhalte integrieren. Wobei die ersten Klassen davon noch weitestgehend unberührt blieben und erst die höheren Klassen sich in größerem Umfang damit auseinandersetzen müssten. Bei einem möglichen Lockdown würde sich dadurch auch einiges erleichtern. Nötige Endgeräte sind angeschafft und der Internetzugang und das notwendige W-Lan stehen kurz vor der Fertigstellung.

In seinen Bekanntmachungen verkündete Bürgermeister Dreyer, dass die Feuerwehr ein neues Einsatzfahrzeug bekommen wird. Das bisherige ist 42 Jahre alt – da wurde es langsam Zeit für Ersatz. Außerdem wird es im Bereich der Dorfstraße, Ecke Wümmeweg eine Erneuerung der Fahrbahndecke geben. Die Ausführung dieser Maßnahme ist für Oktober/November geplant.

Die Anregungen der Ratsmitglieder beschäftigten sich unter anderem mit einer möglichen Besichtigung einer Erdverkabelungsbaustelle anlässlich der anhalten Diskussionen über die Streckenführung einer Hochvoltleitung durch die Gemeinde. Ein Einwand von Niklas Vajen betraf die Arbeitsweise der Firma, die für die Pflege der Gemeindegrünflächen zuständig ist. Es herrscht eine Unzufriedenheit darüber, dass nicht sorgfältig genug gearbeitet wurde. Ein Umstand, der auch Klaus Dreyer nicht verborgen geblieben ist. Man werde im Winter eine neue Ausschreibung der Arbeiten vornehmen und zeigte sich offen dafür, dass auch Gemeindebürger diese Arbeiten übernehmen würden. Das müsse offiziell angemeldet und zu entsprechenden Konditionen entlohnt werden.

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