Über Stock und Stein

Reitverein Sottrum begeht Hubertusjagd in Bötersen

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Über die Felder und Wälder rund um Bötersen führte die rund 14 Kilometer lange Strecke der Jagd.

Bötersen - Der eine oder andere wird sich an andere Zeiten erinnert haben. Pferd und Reiter herausgeputzt und feierliche Jagdhornbläser: Der Reitverein Sottrum hat bei seiner jährlichen Hubertusjagd, die gestern in Bötersen stattfand, alte Jagdtraditionen aufleben lassen. Ein Schauspiel, das an alte Eliten erinnerte, aber dennoch wieder einen gewohnt ordentlichen Zuschauerzuspruch verzeichnen konnte. Ein Zeichen dafür, dass das Event eine große Akzeptanz in der Bevölkerung hat und Interesse weckt. Es war die 31. Auflage dieser Veranstaltung.

Gerd Bosselmann war am Sonntag der Jagdherr.

Die Zuschauer konnten auf mehreren Trecker-Gespannen das Spektakel verfolgen. Organisator Friedel Lossau, erster Vorsitzender des Sottrumer Reitvereins, hatte zuvor eine rund 14 Kilometer lange Strecke vorbereitet und mit einigen Hindernissen versehen. Rund 40 Reiter – alle korrekt mit Jagdanzug gekleidet – sind nach Bötersen gekommen, um dieser Traditionsveranstaltung beizuwohnen. In zwei Gruppen ritten sie hinter Thomas Mönchmeyers Böhmer-Harrier-Meute her, die wie in jedem Jahr die Jagd anführte.

Die Böhmer-Harrier-Meute von Thorsten Mönchmeyer.

Dabei ist es längst nicht mehr wirklich eine Jagd, die Schleppjagd auf Tiere ist schon lange in Deutschland verboten. Es ist eher eine Sportveranstaltung. Die Hunde von Mönchmeyer jagen nun einer kurz zuvor gelegten Fährte hinterher. Die erste Gruppe, die von Jagdherr Gerd Bosselmann angeführt wurde, musste dabei alle von Lossau eingeplanten Hindernisse mitnehmen. Die zweite Gruppe musste sie umreiten. Wer in dieser Gruppe springt, muss eine Runde rausgeben, so Bosselmann am Ende des sogenannten Stelldicheins der Reiter und der Equipage Mönchmeyers zu Beginn der Jagd. Nachdem er sich für die Organisation und auch bei den Landwirten in der Umgebung bedankte, dass man ihre Grundstücke nutzen durfte, freute er sich auf die Jagd „im Herzen Niedersachsens“.

Die Paforcehorn-Gruppe „Gute Jagd Bielefeld“.

Nach den Grußworten ging es dann auf die Strecke, zunächst in Richtung Jeerhof. Die Strecke führte durch die Felder und Wäldchen im Dreieck der Dörfer Bötersen, Höperhöfen und Jeerhof. Nachdem es anfangs noch Sonnenschein gab, wurde das Wetter allerdings zunehmend diesiger, zwischenzeitlich mussten die Reiter auch einen kurzen Schauern hinnehmen. Die Schleppjagd konnte trotzdem ungehindert fortgesetzt werden. Der weiche Boden, auch durch die Niederschläge der vergangenen Tage, würde den Ritt zwar beeinflussen, in tieferen Regionen sei das problematischer, so Lossau.

Am Ende konnten er und alle anderen Beteiligten zufrieden auf die diesjährige Schleppjagd zurückblicken. Nach knapp drei Stunden war alles vorüber und die Reiter konnten beim Mittagessen die diesjährige Auflage der Traditionsveranstaltung ausklingen lassen.

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