„Tripod“ rockt den Ahauser Hof und macht auch vor Schlager-Song nicht Halt

Headbanging zu Fischer-Song

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Auch ein Song von Helene Fischer hält die Rocker von „Tripod“ nicht auf.

Ahausen - Von Bettina Diercks. Unglaubliche Szenen spielten sich Freitag im Ahauser Hof ab. Dorthin hatten die Verantwortlichen zur ersten Konzertnacht geladen und dafür „Tripod“ engagiert. Die rockten den Laden mit gut 300 Gästen. Eine ganze Menge Fans hatte Christoph Rosenplänter gezogen. Sie haben den ständig lächelnden Drummer durch die Rammstein-Cover-Band „Feuerengel“ (Scheeßel) kennen und schätzen gelernt.

Das Publikum: Eine Mischung aus Partywütiger, Tanzwilliger, Neugieriger und Groupies im Alter von 15 bis 75 Jahren. Ahausen schien geradezu auf diese Konzertnacht gewartet zu haben. „Tripod“ hat für eventuell folgende Veranstaltungen allerdings die Messlatte hoch gelegt. Sehr hoch. Stefan Ehrhardt, Christoph Rosenplänter und Henning Walter rockten mit einem selten erlebten Enthusiasmus und einer bis in die Haarspitzen ausgeprägten Spielfreude bis in die Morgenstunden den Saal. Die gute Stimmung auf der Bühne übertrug sich nahtlos auf das Publikum.

Punkt 21 Uhr ging das Trio in den Angriff über. Zehn Minuten später hatten sie die ersten rockenden Mädels auf der Tanzfläche, zwei Songs später war der Platz vor der Bühne voll. Sänger Ehrhardt suchte sofort den Publikumskontakt und sammelte Musikwünsche ein: Helene Fischer. Rosenplänter: „Woran denkt man als erstes bei drei dunkel gekleideten Typen auf der Bühne: Helene Fischer, schon klar.“ Ob es vor „Tripod“ schon eine andere Band geschafft hat, mit einem Fischer-Song Headbanging im Publikum auszulösen – das ist nicht überliefert.

Für Rosenplänter als gebürtigen Ahauser war es schon ein besonderer Kick in seiner alten Heimat zu spielen: „Immerhin lebe ich seit zehn Jahren nicht mehr hier. Das ist schon cool.“

"Tripod" im Ahauser Hof 

„Tripod“, „wie i-Pod, nur mit tri weil wir ein Trio sind“, so Ehrhardt, feierte sein offizielles Debüt in Ahausen. „Dort muss ein Konzert her“, hatten sich die drei Profimusiker gesagt, die im „Galgensaal mit der gigantischen Akkustik“ schon mal bei einem Geburtstag gespielt hatten. „Der Saal ist geil“, so Ehrhardt. Diese Grundeinstellung beflügelte offenbar.

Die Musikpalette äußerst breit gestreut, von Helene Fischer über Bon Jovi bis AC/DC, alles in tiefster Überzeugung gespielt, bescherte eine volle Tanzfläche. Bei Achim Reichel gab es zwei Sitzschlangen auf dem Boden, Gitarrist Walter organisierte eine Polonäse und bei „We will rock you“, knieten nicht nur Walter und Ehrhardt vor der Bühne sondern vor ihnen das gesamte Partyvolk. Ahausen außer Rand und Band.

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