Politische Weichenstellung

Toskana-Stil nicht erwünscht

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Was ist erlaubt und was nicht im Baugebiet? Das entscheiden die Mitglieder des Hellweger Gemeinderates.  

Hellwege - Nachdem der Hellweger Gemeinderat im März für die Aufstellung des Bebauungsplan Nr. 11 „Am Sandgraben“ gestimmt hat, ging es in der Sitzung am Montag noch einmal um Details, bevor der Plan in das Beteiligungsverfahren geht.

Viele Änderungen zum Stand im März konnten Bürgermeister Wolfgang Harling (SPD) und Constantin Tönsing vom Planungsbüro Sweco nicht vorlegen. Nach wie vor sind auf der 2,26 Hektar großen Fläche 17 665 Quadratmeter für die Bebauung vorgesehen. Bei der möglichen Grundstücksaufteilung haben sich Gemeinde und Planer auf das Mittelmaß von 23 Plätzen geeinigt, die voraussichtlich zwischen 600 und 1 100 Quadratmeter groß sind.

Gebaut wird in Abschnitten, das heißt der vordere linke Teil in Nord-West-Ausrichtung beginnt. Möglich wird das nach der Spargelernte 2017. Der Rest kann dann nach der Spargelernte 2018 bebaut werden.

Die Modalitäten der Grundstücksvergabe werden laut Harling noch festgelegt. „Fünf oder sechs Bauanfragen habe ich. Alle völlig unverbindlich“, informiert der Bürgermeister.

Gefeilt wurde an den örtlichen Bauvorschriften. Da der dörfliche Charakter gewahrt werden soll, wurde beispielsweise über die Dachneigung von weniger als 30 Grad ausgeschlossen, dass Häuser im mediterranen Stil gebaut werden können.

Ratsfrau Karin Küsel (CDU) sprach sich dafür aus, möglichst wenig Vorgaben zu machen, damit die künftigen Bauherren nach ihrem eigenen Geschmack die Häuser bauen können. Die Vorgaben zu Farben und Bauwerkhöhe hielt sie dagegen für richtig. Parteikollege Heiner Lange erinnerte sie daran, dass der dörfliche Charakter erhalten bleiben soll. Dazu gehöre in seinen Augen kein Haus im Toskana-Stil.

Die Gemeinde strebt bei den örtlichen Bauvorschriften an, nur eingeschossige Häuser mit einer Firsthöhe von neun Metern sowie Einzel- und Doppelhäuser mit maximal zwei Wohneinheiten pro Gebäude zuzulassen.

Photovoltaik und Metalldächer sollen erlaubt sein, sofern letztere nicht reflektierend sind. Die Dach-Eindeckung bietet ein Farbspektrum verschiedener Rottöne, von Feuer- bis Braunrot und Anthrazit, gemäß der RAL-Farbtabelle. Für die Fassaden wird die Gemeinde voraussichtlich Klinker, Putz und Holz zulassen. Harling mahnte, dass irgendwann eine Entscheidung über die ganzen Punkte herbeigeführt werden muss, bevor es in das Beteiligungsverfahren der Träger öffentlichen Belange und der Bürger geht.

Sollten Eingaben zu den örtlichen Bauvorschriften aus Reihen der Einwohner erfolgen, würde der Rat eh noch einmal darüber beraten. Dazu seien die gewählten Volksvertreter schließlich da, fand der Bürgermeister.

bd

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