Tobias und Lennard Bertzbach begeisterten bei der „FlettKultur“ das Publikum

Voll ins Schwarze getroffen

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Tobias und Lennard Bertzbach ließen im Heimathaus die „alte Zeiten“ aufleben.

Sottrum - Von Heidi Stahl. Zwei Gentlemen in Frack und weißer Weste mit einem musikalischen Potpourri aus Schlagern und Chansons, wie es mitreißender nicht sein konnte – so präsentierten sich Vater und Sohn Bertzbach an diesem herrlichen Sommerabend auf der diesmal goldglänzenden Bühne im Sottrumer Heimathaus.

In Scharen strömten die erwartungsvollen Gäste zu dieser Vorstellung, so dass die Veranstalterinnen, Renate Köster und Heidi Stahl auch noch den letzten Stuhl aus dem Fundus des Heimathauses holen mussten, sogar auf den Tischen am Rande saßen die Zuhörer und kamen voll auf ihre Kosten. Schon bei den ersten Liedern sang das Publikum den Refrain mit. So zum Beispiel bei Joe Dassins „Au Champs Elysée“.

Erst zaghaft dann immer mutiger wurde der Background-Chor der mehr als hundert Gäste, da brauchte Tobias Bertzbach nur eine kleine auffordernde Handbewegung zu machen, schon erklang die Donna Clara, die man tanzen gesehen hatte, als Refrain zu seinem einschmeichelnden Vortrag im Stil der 20er Jahre. Bertzbach, der lange Jahre als Demeter-Bauer den Parzival-Hof in Quelkhorn geleitet hatte, hat sich heute ganz der Musik verschrieben. Und dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, beweist Lennard Bertzbach, der dritte aus der Schar seiner fünf Kinder, mit seinem exzellenten Klavierspiel. Dieses Duo im Frack ließ die Nostalgie der „guten alten Zeit“ aufleben und traf dabei voll den Nerv des Publikums.

Ob Tobias Bertzbach mit rollendem „R“ und einer gehörigen Portion Schmelz in der Stimme bei den Capri-Fischern die rote Sonne im Meer versinken ließ oder die „Elisabeth, die so schöne Beine“ hat, anschwärmte, immer ging das Publikum willig und begeistert mit. Geschunkelt wurde „auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ und der Nachbar wurde bei dem „kleinen, grünen Kaktus“, der sticht, sticht, sticht auch schon mal mit dem Finger angepiekst. Bertzbachs eingefügte humorvolle Kommentare ließen die fröhliche Stimmung im voll besetzten Saal auf kaum geahnte Höhen steigen. Als Otto Reuters „Nehm Se 'nen Alten, ...der ist besser als nüscht“ erklang und auch noch der „Jung' mit dem Tüdelband“ zum Sottrumer Jung' wurde, kam das Publikum voll auf seine Kosten.

Mit Zugaben, wie Reinhard Meys „Gute Nacht, Freunde“ oder „Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da“ entließen Vater und Sohn das begeisterte Publikum in den vom Vollmond beschienenen Sommerabend.

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