Team „Franzi & Papa“ bei Stuckenborstel Open wieder vorne mit dabei

Titelverteidiger im Finale

Da fliegen die Holzstäbe. Knapp 80 Teilnehmer haben sich auf den Weg nach Stuckenborstel gemacht, um sich im Wikingerschach zu messen. - Foto: Daus

Stuckenborstel - Von Matthias Daus. Hägars Wikingerschach, Bauernkegeln oder Stöckchenspiel, die Begriffe sind vielfältig unter denen das Spiel Kubb bekannt ist. In Stuckenborstel ist das Spiel jedoch keinem mehr wirklich fremd. Immerhin standen die Stuckenborstel Open bereits zum sechsten Mal an. Und das Team „Franzi & Papa“ war angetreten, um den Titel zu verteidigen – und schafften es tatsächlich bis ins Finale.

Kubb steht im Skandinavischen für Klotz, oder Holzklotz und genau diese Klötze sind es, um die es in diesem Spiel geht. Genaugenommen müssen zwei Mannschaften versuchen, mittels geworfenen Holzstäben, die Kubbs des Gegners zu Fall zu bringen, um dann zum Schluss den „König“ in der Mitte des Spielfeldes umzuwerfen.

Die Regeln wirken im ersten Moment etwas verwirrend, aber spätestens nach einem Spieldurchgang hat jeder Mitspieler begriffen, was das Team von ihm erwartet. In Stuckenborstel tauchte dieses Spiel erstmalig im Rahmen einer Dorfolympiade auf und erfreute sich derart großer Beliebtheit, dass daraus eine eigenständige Veranstaltung geworden ist.

Insgesamt 24 Mannschaften mit rund 80 Teilnehmern gingen an den Start. Auch Teams aus den Orten Ottersberg, Sottrum oder Rotenburg waren bei dem Turnier vertreten. Doch vor Beginn der Veranstaltung richtete Jens Cordes, der erste Vorsitzende des Dorfvereins, ein paar erklärende Worte zum Spielverlauf und dem Wettkampfmodus an die Aktiven. „Wenn ihr es wünscht, können wir für die Wertung der Spiele Schiedsrichter stellen“, sagte er, aber alle waren sich einig, dass das an diesem Tag nicht nötig sein würde.

Dann ging es los. Auf mehreren Spielfeldern gleichzeitig traten die Akteure zu den Vorrundenspielen an. Damit das Ganze zeitlich nicht aus dem Ruder läuft, hatten die Organisatoren eine Höchstspieldauer von 20 Minuten festgelegt. Die besten Mannschaften kamen ins Achtelfinale, und so ging es weiter bis zum Finale.

Die Titelverteidiger standen der Überraschungsmannschaft des Tages „Die Moorteufel“ gegenüber. In einem hart umkämpften Spiel beeindruckten beide Teams durch Spielwitz und Kampfgeist. Am Ende siegten dann die Herausforderer, die sogleich bekanntgaben, im kommenden Jahr wieder teilnehmen zu wollen.

Das sichert ihnen nicht nur die Chance auf einen erneuten Sieg, sondern auch das heiß begehrte Sieger-T-Shirt. „Das bekommen alle, die ihren Titel verteidigen wollen und die, die es schon haben, tragen es häufig bei jeder sich bietenden Gelegenheit“, erklärt Jens Cordes.

Das Startgeld, das alle Mannschaften zu Beginn des Turniers entrichten mussten, wurde in Pizza umgewandelt, und so konnten sich die Spieler bei einem gemütlichen Ausklang mit besonders gelungenen Spielzügen brüsten oder vertane Chancen beklagen. Am Ende des Tages waren sich Veranstalter wie auch Akteure einig, dass es wieder ein gelungenes Turnier gewesen war, und es besteht kein Zweifel daran, dass es auch im kommenden Jahr wieder Hägars Wikingerschach geben wird, wenn zum siebten Mal die Stuckenborstel Open anstehen.

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