Horstedt und Bötersen beteiligen sich an 72-Stunden-Aktion

Terrasse und Jugendhütte

Die Bötersener Landjugend wird vor allem kulinarisch von der Dorfgemeinschaft unterstützt.

Horstedt/Bötersen - Von Antje Holsten-körner Und Matthias Daus. Rund 4 000 Teilnehmer machen in diesem Jahr bei der 72-Stunden-Aktion der Landjugend Niedersachsen mit. Auch Horstedt und Bötersen sind dabei. Innerhalb von drei Tagen müssen sie ein für sie vorher unbekanntes Projekt realisieren – inklusive Planung und Aufbau. Am Donnerstagabend war der Startschuss. Vor vier Jahren hatte sich die Landjugend Horstedt erstmals an der 72-Stunden-Aktion beteiligt. Ihre Aufgabe, innerhalb von drei Tagen den Bau eines befestigten und überdachten Grillplatzes inklusive Bepflanzungen bei der „Hütte“ am Sportplatz hinter der Grundschule fertigzustellen, meisterten die jungen Leute damals mit Bravour. Jetzt stellt sich die Landjugend erneut einer Herausforderung.

Gedanken, was die Landjugend zugunsten der Allgemeinheit schaffen könnte, machten sich dieses Mal Thomas Hübner, Udo Sager und Holger Bahrenburg. „Die Idee ist, die Feuerstelle am Kindergarten zu entfernen und einen Terrassenbelag aus WPC-Dielen herzustellen“, Thomas Hübner, der dieses Mal als Agent fungiert, übermittelte den rund zwei Dutzend Mitgliedern, die dem Landjugend-Vorsitzendem Lars Ruschmeyer zur Seite stehen, die Aufgabe. Die fünf mal fünf Meter große Fläche, auf der sechs Bänke als Sitzgelegenheit montiert werden sollen, muss durch Windschutzwände geschützt werden. „Um die Terrasse ist eine Buchenhecke anzupflanzen“, so Hübner weiter, der wieder versprach, selbst mit anzupacken.

Seit Anfang Mai ist er dabei, alles vorzubereiten. Dazu gehörte, Sponsorengelder einzuwerben und Material zu organisieren. So konnte er bei Verkündung der diesjährigen Aufgabe den engagierten Landjugendmitgliedern versprechen, dass am Freitagmorgen alles notwendige Material angeliefert sein wird. Die Kosten in Höhe von voraussichtlich gut 3 000 Euro werden von zahlreichen Firmen und der Gemeinde Horstedt übernommen.

„Natürlich packen wir das“, versprach Ruschmeyer. Als Erstes galt es, das von der Feuerwehr zur Verfügung gestellte Zelt aufzubauen, damit während der Ausführung ein Unterstand zur Verfügung steht. Noch bevor das Zelt überhaupt stand, waren schon die ersten schweren Maschinen vor Ort: Jascha Freytag und Lars Ruschmeyer hatten drei Radlader – einer von ihnen sogar ein 25-Tonnen-Gerät mit einer Fünf-Kubikmeter-Schaufel – von Zuhause geholt. Richtig los ging die Arbeit gestern Morgen. Abends waren auch die aktuellen Konfirmanden zu einem gemeinsamen Grillabend eingeladen. Sicherlich werden einige von ihnen ab heute beim Projekt helfen. Am Sonntag um 18 Uhr soll alles fertig sein, denn dann findet mit einem Grillfest die offizielle Übergabe statt.

In Bötersen ist man ebenfalls fleißig am Werkeln. Noch bevor die Landjugend aber ihre Aufgabe für die 72-Stunden-Aktion überhaupt gestellt bekam, war ziemlich gewiss: Verhungern würden sie nicht. Denn als Reaktion auf eine Anfrage auf Unterstützung beim Catering für dieses arbeitsreiche Wochenende glühten in den sozialen Netzwerken in der Gemeinde sinnbildlich die Drähte heiß und man riss sich beinahe darum, wer welche Speisen oder Getränke zur Verfügung stellen könne.

Ein schöner Anfang für die Jugendlichen und vielleicht auch ein beruhigendes Signal angesichts der Tatsache, dass diese Landjugend sich erst vor relativ kurzer Zeit neu formiert hat und es ihre erste große Bewährungsprobe sein wird. Blieb nun also noch die spannende Frage, welche Aufgabe auf sie zukommen würde. Um hier Licht ins Dunkel zu bringen, hat sich Bötersens Bürgermeister Hermann Holsten (CDU) eigens in Schale geworfen und verkündete im perfekten Agentenoutfit den Auftrag, oder besser die Aufträge, die die Gemeinde den rund 40 Mitgliedern der Landjugend stellt. Es handelt sich dabei um zwei Projekte. Zum einen gibt es im Neubaugebiet „Auf dem Kamp“ in Bötersen noch einen größeren Bereich mit unbebauten Grundstücken. Dort soll eine große Blumenwiese entstehen und das Projekt „Eine Gemeinde blüht auf“ und die Arbeitsgruppe „Wir tun was für Bienen“ unterstützen.

Die zweite Aufgabe ist auch als Zeichen der Gemeinde zu verstehen, dass sie ihre Landjugend unterstützen möchte. Es soll ein mobiler Treffpunkt für die Jugendlichen gebaut werden. Eine Art Hütte auf Rädern mit einer Länge von 7,5 Metern und einer Breite von 2,25 Metern. Und damit man sich auch an kälteren Tagen treffen kann, soll das gute Stück auch gedämmt werden. Wie hier das Endergebnis aussehen wird und mit welchen Gimmicks der neue Treffpunkt bestückt sein wird, das wird sich in den insgesamt 72 Stunden ergeben. Und es wird sicherlich einen guten Kompromiss zwischen der Fantasie der Erbauer und der Umsetzbarkeit ihrer Ideen geben.

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