Abschnitt zwischen Sottrum und Elsdorf wird aufgerüstet

Tennet beginnt Trassen-Neubau

Nördlich des Sottrumer Umspannwerks beginnt Netzbetreiber Tennet mit dem „Freimachen der Spannfelder“.
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Nördlich des Sottrumer Umspannwerks beginnt Netzbetreiber Tennet mit dem „Freimachen der Spannfelder“.

Sottrum – Mit etwas Verspätung hat der Netzbetreiber Tennet mit dem dritten Abschnitt des Ersatzneubaus der Stromtrasse von Stade nach Landesbergen über das Sottrumer Umspannwerk begonnen. Wer in den vergangenen Tagen auf der benachbarten Bundesstraße unterwegs war, dem wird aufgefallen sein, dass die Verbindung zwischen den Masten schon kurz nach dem Umspannwerk gekappt worden ist.

„Wir beginnen mit dem Wegebau und parallel mit dem Rückbau der bestehenden 220-Kilovolt-Leitung. Dort starten wir zunächst mit dem Rückbau der Seile, das nennt der Fachmann ,Spannfelder frei machen‘“, so Philipp Mayer, zuständig bei Tennet für Planung und Genehmigung dieses Abschnitts. Die Seile würden von den Masten entfernt, damit im Nachgang die bestehenden Masten im Bereich des Umspannwerks zurückgebaut werden können. Im November sollen dann voraussichtlich auch die Gründungsarbeiten für die Neubau-Masten beginnen. Da die Arbeiten stark witterungsabhängig seien, lasse sich derzeit noch nicht sagen, wann welche Tätigkeiten abgeschlossen sein werden, heißt es von Tennet auf Nachfrage.

Von Sottrum aus Richtung Norden will Tennet mehr Leistung auf die Trasse bringen. Die Masten werden ersetzt, zukünftig sollen statt 220 Kilowatt 380 Kilowatt durch die Leitungen fließen. Dieser Abschnitt bis Elsdorf ist in etwa 20 Kilometer lang, der Neubau folgt weitgehend der bestehenden Trasse mit dem Unterschied, dass die Leitungen künftig um Ortschaften herumgeführt werden und nicht mehr hindurch. In der Samtgemeinde Sottrum betrifft das die Dörfer Schleeßel und Clünder.

145 Kilometer ist die Trasse Stade-Landesbergen und damit das Projekt lang, mit rund 46 Kilometern führt ein großer Teil der Stromleitung durch den Landkreis Rotenburg, 22 durch die Samtgemeinde Sottrum. Im Zuge des Projekts bekommt die Trasse mancherorts eine neue Streckenführung. Im Landkreis ist dieses am stärksten für Hassendorf vorgesehen – ein Streitthema vor Ort.

Für diesen umstrittenen vierten Abschnitt prüfen die zuständigen Behörden laut Tennet derweil die Antragsunterlagen auf Vollständigkeit. Das Unternehmen rechnet damit, den Antrag im ersten Halbjahr 2021 zu stellen.

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