Mittsommerfest in Jeerhof

Tanz unterm Lastenfallschirm

Direkt am Waldrand zwischen Strohballen lädt das Ambiente beim Mittsommerfest in Jeerhof zum Verweilen ein.  - Foto: Daus

Jeerhof - Von Matthias Daus. Hat es nun geregnet beim Mittsommerfest in Jeerhof? Ja, das hat es. Einmal heftig am frühen Abend und später in der Nacht anscheinend auch, aber das war den Feiernden völlig egal, denn die Veranstaltung war einfach zu gut, als dass ein paar Regentropfen ihr etwas hätten anhaben können.

Aber der Reihe nach. Perfekt vorbereitet startete das Fest um 15 Uhr mit allerlei Aktionen. Neben Spiel und Spaß für Kinder und einigen Gaumenfreuden, war der Dreidörferwettkampf (Jeerhof, Höperhöfen, Bötersen) ein erster Höhepunkt an diesem Festtag. Je eine Mannschaft aus den drei Gemeindedörfern trat zu verschiedenen Spielen an. Am Ende hatte Bötersen die Nase vorn.

Doch das Fest lebte von vielen Dingen. Allein das Ambiente war schon die halbe Miete. Ein Areal, das an einem Waldrand liegt, mit vielen Sitzgelegenheiten und einer großen Tanzfläche, die mit Strohballen eingefasst und über die ein Lastenfallschirm gespannt ist. Dieser war bei starkem Regen vielleicht kein großer Schutz, aber als dekoratives Element einfach unschlagbar.

An diesem Detail erkennt man, wie viel Fantasie und Arbeit hinter allem steckt. Und wenn der Besucher in den frühen Abendstunden bei angenehmen Temperaturen mit einem gekühlten Getränk vor der Bühne stand und den Klängen der Blues-Formation „Maltet Milk“ lauschte, hatte das schon ein gewisses Flair.

Die drei Musiker, die in dieser Formation erst viermal miteinander geprobt hatten, lieferten dabei den perfekten Soundtrack und machten zum Ende ihres Auftrittes noch einmal mächtig Dampf. Ein idealer Übergang zum Abendprogramm, denn die Leute waren somit schon in Schwung, als DJ Christoph Maack die musikalische Leitung übernahm.

Mittsommerfest in Jeerhof

Es war das zweite Mal, dass der Förderverein Höperhöfen-Jeerhof dieses Mittsommerfest organisiert hat, aber schon jetzt hat es das Zeug für eine Kultveranstaltung, die weit über die Gemeindegrenzen hinweg für Furore sorgen könnte. Davon konnten sich auch Besucher aus anderen Ortschaften überzeugen, die zahlreich vertreten waren.

Rieke Hesse, die federführend für die Organisation zuständig war, zog ein rundum positives Fazit: „Wir hatten enorm viele Gäste und die Stimmung war sehr gut. Aber bei all dem dürfen wir nicht vergessen, was alle Vereinsmitglieder vor und während der Veranstaltung geleistet haben. Ich freue mich sehr, dass es überhaupt möglich ist, ein solches Mammutprojekt durchzuführen.“

Und weil es einfach ein sehr aufwändiges Unterfangen ist, gibt es dieses Fest auch nur alle zwei Jahre. Jetzt heißt es erst einmal Aufräumen und in Ruhe ein Resümee ziehen, bis dann in zwei Jahren wieder unter dem Fallschirm getanzt werden kann. Eine lange Zeit, aber das Warten lohnt sich.

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