Szczesny gibt den Vorsitz ab 

Verein Kräuterregion sucht Nachfolge für Schatzmeister und Vorsitz

„Wenn einer geht, muss Ersatz gefunden werden“, sagt Dieter Szczesny, Vorsitzender der Kräuterregion.

Stapel – „Eigentlich wollte ich die Aufgabe nur kurzzeitig übernehmen, jetzt sind es schon fünf Jahre geworden“, sagt Dieter Szczesny über seine Funktionen im Vorstand der Kräuterregion. Jetzt aber möchte er die Ämter abgeben, um mehr Zeit für Familie und seine Firma zu haben.

Als sein Vorgänger, der langjährige Bürgermeister Heinz-Dieter Gebers 2014 plötzlich gestorben ist, hat Szczesny das Amt des Vorsitzenden übernommen und war damit von da an Ansprechpartner für die Behörden und die Presse im Vorfeld des Kräutertages. Schatzmeister war er bereits zuvor und hat beide Posten seither weitergeführt. Etwa 30 Arbeitstage fielen pro Jahr für beide Aufgaben an. Etwas, das er in Zukunft nicht mehr leisten kann und möchte. Zwar sind alle drei Töchter vor einigen Jahren in die Firma Aries Naturprodukte eingestiegen, haben aber alle innerhalb kurzer Zeit Kinder bekommen. Damit werden sie voraussichtlich noch einige Zeit nicht im Betrieb arbeiten, aber absehbar auch wieder einsteigen. „So lange werde ich die Aufgaben übernehmen“, erklärt Szczesny. Hinzukommt, dass er regelmäßig auch auf die Enkelkinder aufpasst. Deshalb der Entschluss, in seinen Ehrenämtern kürzerzutreten.

Bekannt gegeben hatte er die Entscheidung bereits während der Jahreshauptversammlung am Anfang des Jahres und hatte auch die Bürgermeister der Gemeinde und der Samtgemeinde informiert, die als Partner des Kräutertages agieren. Auch Inge Bahrenburg gibt ihren Posten im Vorstand auf. Sie hat bislang die Standplanung für den Kräutertag übernommen. Hierfür hat sich mit Sabine Lohmann aber ein Ersatz gefunden. „Wenn einer geht, muss Ersatz gefunden werden“, sagt Szczesny. Denn für den Verein Kräuterregion sei vor allem der Kräutertag von zentraler Bedeutung. Und der bedarf einer Menge Organisation, erläutert der derzeitige Vorsitzende. Ein Rädchen greife quasi in das andere.

Für Szczesnys Ämter, Schatzmeister und Vorsitz, sind allerdings seit seiner Bekanntgabe keine Nachfolger gefunden worden. Sollen die Aufgaben in der Kräuterregion aber wie gewohnt weiterlaufen, vor allem mit Blick auf den Kräutertag im kommenden Jahr, müssen beide besetzt werden. Szczesny ist aber zuversichtlich, dass das noch gelingen wird.

„Ich würde die Personen auch gründliche einarbeiten“, erklärt der Stapeler. Er hat auch einen „Masterplan“, den er zur Verfügung stellen würde. Potenzielle Kandidaten sollten möglichst aus der Kräuterregion kommen, die die Gemeinden Horstedt, Reeßum, Sottrum, Mulmshorn, Gyhum, Bötersen, Hassendorf, Hellwege und Ahausen umfasst. Für die Zukunft des Kräutertags, den es 2002 das erste Mal gab, sei es wichtig, dass die Organisatoren ein Augenmerk auf Qualität legen. Es gebe eine Reihe Aussteller, die in jedem Jahr Interesse hätten. „Es lohnt sich aber, immer Mal die Augen offen zu halten und mögliche Aussteller anzusprechen“, sagt Szczesny. Aber nicht nur der Kräutertag gehört zu den Aufgaben. Szczesny hat auch mit einem Gemeindehelfer die Pflege des Kräuterradweges übernommen.

Der Verein selbst sei zunächst sehr groß gewesen, berichtet Szczesny der vor zehn Jahren beigetreten ist. Mittlerweile sei er zusammengeschrumpft auf „ein effektives Maß“, sagt der Stapeler über die derzeitige Situation.

Seine politischen Ämter werde er auf jeden Fall noch bis zum Ende der Legislaturperiode ausüben. Derzeit ist er Vorsitzender der Sottrumer Grünen und sitzt im Rat der Samtgemeinde sowie der Gemeinde Horstedt. Aber auch da setze die Partei zusehends auf den Nachwuchs. „Es gibt einige, die auch Verantwortung übernehmen“, berichtet der 67-Jährige. Er, Lühr Klee und Ulrich Ebert seien gewissermaßen schon Mentoren.

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