Gemeinde versteigert alte Straßenlaternen / 240 000 Euro in neue Leuchten investiert

Ein Stück Sottrum für den eigenen Garten

Noch stehen einige der alten Lampen am Bahnhof, demnächst allerdings zum Verkauf auf dem Bauhof. - Foto: Röhrs

Sottrum - Von Matthias Röhrs. Jahrzehnte lang haben sie das Sottrumer Ortsbild mit geprägt, nun sollen sie unter den Hammer kommen. Die Rede ist von den sogenannten Altstadtleuchten – Straßenlaternen, die in der Wiestegemeinde an exponierten Stellen wie rund um das Heimathaus in der Ortsmitte oder am Bahnhof stehen. Da die Zeit aber auch an ihnen nicht spurlos vorbei gegangen ist, lässt die Verwaltung sie in diesen Wochen durch neue ersetzen.

An den meisten Stellen stehen bereits die neuen, baugleichen aber in matten schwarz gehaltenen Laternen. Die alten will die Gemeinde versteigern. Das geschieht am Freitag, 17. November, von 12 Uhr an auf dem Gelände des Bauhofes, Boschstraße 1. Schon kurz nachdem bekannt wurde, dass die alten Laternen abgebaut werden, haben sich erste Kaufinteressenten im Rathaus gemeldet, so Gemeindedirektor Holger Bahrenburg. Der Gemeinderat wies bei seiner Beschlussfassung für den Austausch im Sommer ebenfalls auf die Möglichkeit hin, dass sich manche – auch aus seinen Reihen – eine solche Laterne beispielsweise für den eigenen Garten vorstellen könnten.

Rund 100 Laternen – teils mit einem Kopf, teils mir zwei Köpfen – will die Gemeinde veräußern, das Anfangsgebot liegt bei einer einzelnen ab 30 Euro. Je besser der Zustand der Lampe, desto höher die Mindestsumme. Nicht garantiert ist, ob eine Lampe noch funktioniert. Wer Pech hat, ersteigert also reine Dekoration oder muss die Laterne eigenhändig reparieren. Sie kann außerdem dreckig sein, die Heimat von Spinnen, in sich verdreht, rostig, technisch fehlerhaft, schief oder alles auf einmal. Auch kommen längst nicht alle Lampen einzeln unter den Hammer von Auktionator Bahrenburg, einige werden auch in Paketen mit bis zu 20 Stück versteigert. Käufer müssen die Masten direkt mitnehmen. Übrigens: Die Leuchtmittel sind nicht mit inbegriffen.

240 000 Euro hat der Rat für die neuen Lampen bereitgestellt. Eine Summe, von der er hofft, dass sie sich in zehn Jahren amortisiert – etwa durch die deutlich höhere Lebensdauer der neuen LED-Leuchten von 60 000 Betriebsstunden gegenüber den 8 000 Stunden der alten Quecksilberdampflampen oder geringeren Reparaturkosten.

Wegen des Preises hatte es im Rat lange Diskussionen gegeben, die Grünen und die FDP hatten sich dafür ausgesprochen, nur die defekten Masten und kaputte Einzelteile auszutauschen. Zuletzt entschieden sich die Ratsmitglieder der Optik wegen für den kompletten Austausch der Lampen.

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