Stuckenborsteler Dorfverein lädt erneut zum Wikingerschach ein / Geschwisterduell im Finale

Team Cantina kickt den König um

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Marcin Schröder und Martina Hense vom Team Cantina freuten sich über den Pokal, den Marcus Pröhl und Jens Cordes (v.l.) überreicht hatten.

Stuckenborstel - In bester Atmosphäre kämpften am Sonnabend in Stuckenborstel 24 Teams nach zweijähriger Pause ihren Meister im Wikingerschach (Kubb) aus. Zum Wettbewerb „Stuckenborstel Open 2014“ hatte erneut der Dorfverein aufgerufen.

Der hat mittlerweile einen Bekanntheitsgrad erreicht und eine Facebook-Seite eingerichtet (verantwortlich: Katharina Jäger). Der Internetauftritt und die Mund-zu-Mund-Propaganda sorgten am Sonnabend für gut 80 Mitspieler. Angereist waren sie laut Jens Cordes vom Dorfverein auch aus dem Umland, darunter das Achimer Team „De Honneponnetjes“. Mitorganisator Marcus Pröhl: „Der Vorteil ist, dass Jung und Alt zusammen spielen können.“ Die optimale Wettkampfstärke eines Teams liege laut Pröhl zwischen zwei und sechs Spielern. In Stuckenborstel mussten die Teams auf einem neun Meter langen Spielfeld ihre Figuren aufstellen.

Wer Wikingerschach nicht kennt: Alles dreht sich um zehn Kubbs (Bauern wie beim Schach) die zu Beginn der Runde an der Stirnseite vor der Mannschaft stehen. In der Mitte thront der König. Mit sechs Wurfstäben versucht das jeweilige Team, das am Zuge ist, so viele „Bauern“ wie möglich umzuwerfen – nach vorgeschriebener Wurftechnik „von unten“ (ähnlich wie beim Bowling). Sind alle Kubbs erledigt, darf auf den König geworfen werden. Logisch: Wer als erstes alle Bauern umgeworfen und den König vom Thron gestoßen hat, geht als Sieger aus der Runde hervor.

Titelverteidiger aus dem Jahr 2012 war das Team „Franzi & Papa“. In diesem Jahr schafften sie es nicht ins Finale. Das wurde allerdings zum Familienwettbewerb: In den Teams gegenüber standen sich Schwester und Bruder, Simone Lünsmann und Oliver Voigt. Zwei (das Ehepaar Uwe und Simone Lünsmann) gegen vier (Team Cantina vom Landhaus Hüdelkamp) beziehungsweise fünf. Denn „Chefin“ Martina Hense wurde im Finale gegen Thomas Meinke eingewechselt. Und doch war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Anspannung stand den Finalisten ins Gesicht geschrieben. Am Ende entschied „Cantina“ den Turniertag für sich und durfte den überdimensionalen hölzernen Kubb-König als Wanderpokal mit nach Hause nehmen. Und ein Handtuch, denn schließlich war der Tag eine schweißtreibende Angelegenheit gewesen. Simone und Uwe Lünsmann freuten sich über einen Verzehrgutschein der Bäckerei Fricke. Zum Team „Cantina“ gehörten außerdem Heiko Hofmann und Marcin Schröder.

bd

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