Streetworker Julian Tewes organisiert mit seinen Kollegen „Refugees-welcome-Party“

Ein Miteinander im Jugendtreff

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Gemeinsam macht Tischfußball noch mehr Spaß.

Sottrum - Von Antje Holsten-Körner. In der Wiestegemeinde wurde schon früh ein Arbeitskreis ins Leben gerufen, um eine „Willkommenskultur“ gegenüber den Flüchtlingen zu leben. Dagegen gab es im Sottrumer Jugendzentrum in der Vergangenheit so gut wie keinen Kontakt mit Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchen. Dies soll sich kurzfristig ändern.

An Erfahrung mangelt es Streetworker Julian Tewes mit seinem Team vom Verein „SoFa“ (Sozialpädagogische Familie- und Lebenshilfe), zu dem auch Johannes Graf, Fabian Golly, Jan-Henning Göttsche und Maike Grotheer gehören, nicht. „Im Jugendtreff Achim ergibt sich der Kontakt automatisch, denn dieser liegt am Rande der Fußgängerzone“, berichtet Tewes. Mit der „Refugees-welcome-Party“ ist jetzt auch der Grundstein in Sottrum gelegt. Über Lebensmittelausgabe, Gemeinde und Kirche streute der Streetworker die Infos für die Aktion.

Im Jugendzentrum war für diesen Tag reichlich Teig angerührt worden, um Crêpes zubereiten zu können. Je nach Geschmack hatten die Besucher die Möglichkeit, zwischen der süßen und herben Variante zu wählen. „Essen verbindet. Nicht nur dabei können die unterschiedlichen Kulturen voreinander profitieren“, meint Tewes.

Zusätzlich war auf der Rückseite des Gebäudes eine Graffiti-Station aufgebaut, die der Kreativität der Jugendlichen freien Lauf ließ. Dafür hatten Fabian Golly, Johannes Graf und ihre Mitstreiter Langspielplatten mitgebracht, die Interessierte mit bunten Sprühfarben verzierten. „Es sind LPs, von denen wir viele geschenkt bekommen haben“, berichtet Graf. Als erste nutzten Jason (13) und der fünfzehnjährige Leon die Möglichkeit, mit den Spraydosen zu hantieren.

Ganz so gut wie gewünscht hatte das Netzwerk zur Auftaktveranstaltung noch nicht funktioniert. Sechs Flüchtlinge von der Elfenbeinküste, von denen Madou und Youssouf mit 23 Jahren die jüngsten im Bunde waren, hatten die Einladung angenommen. Bei ihrem ersten Besuch hatte es ihnen besonders der Tischkicker und der Billardtisch angetan.

Die Voraussetzungen für sie sind ideal, denn es stehen im Jugendzentrum vier Computer zur Verfügung. „Damit kann Kontakt zu den Angehörigen aufgenommen werden“, so Julian Tewes. Ihm ist es wichtig, dass im Jugendzentrum ein Miteinander entsteht. Das Zentrum an der Alten Dorfstraße ist für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 27 Jahre dienstags, mittwochs und donnerstags von 15 bis 19 Uhr geöffnet.

Besonders freut den Streetworker, dass sich in den vergangenen Wochen die Terrasse des Gebäudes als Treffpunkt für die Jugendlichen etabliert hat. Die Welcome-Party diente auch gleichzeitig zur Vorstellung des Skateparks. Die Unterkonstruktion für das erste Element steht bereits. Es folgen noch die Auflagen. Tewes: „Das ist das Herzstück unserer Anlage.“

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