In Reeßum soll der Verkehr vielerorts langsamer fließen

Rat strebt Tempo-30-Zonen an

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Die Schulstraße in Taaken soll zu einem verkehrsberuhigten Bereich werden. Das schließt auch die Sportanlagen mit ein. 

Taaken - Von Matthias Röhrs. Müssen Autofahrer in den Ortsteilen der Gemeinde Reeßum bald langsamer fahren? Zumindest sieht es danach aus. Der Stein des Anstoßes: der Antrag von Dieter Precht, aus der Schulstraße in Taaken eine Tempo-30-Straße zu machen. Die positive Antwort aus dem Rotenburger Kreishaus machte daraufhin den Weg frei, dass jetzt sozusagen alle Nebenstraßen in der Gemeinde auf die Geschwindigkeitsbegrenzung überprüft werden.

Zunächst: Die eigentlich geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Kilometern pro Stunde in der Taakener Schulstraße wird aller Voraussicht nach nicht kommen. Ratsfrau Katrin Martens setzte sich während der Sitzung des Gemeinderates erneut dafür ein, aus der Schulstraße gleich einen verkehrberuhigten Bereich zu machen. Sie habe sich mit allen Anwohnern der Straße unterhalten. Einhelliger Tenor dieser Nachbarschaft: Alle hätten sich laut Martens für eine verkehrberuhigte Straße ausgesprochen. Die erscheint auch sinnvoll, schließlich residiert an der Schulstraße der örtliche Kinderspielkreis „Waldmäuse“.

Der Gemeinderat ließ sich von den Argumenten Martens’ überzeugen und stimmte bei einer Enthaltung für die Verkehrsberuhigung. Diese soll einmal für die komplette Schulstraße gelten und den Bereich am Sportplatz mit einschließen. Bis aber tatsächlich die Spielstraßen-Schilder an den Einfahrten angebracht werden können, müssen noch Landkreisverwaltung und Polizei zustimmen. Letztere habe Martens eigener Aussage nach bereits befragt. Die Beamten aus Rotenburg hätten demzufolge keine Einwände gehabt.

Beratung anhand Kartenmaterials geplant

Laut Bürgermeister Marco Körner hatte die Landkreisverwaltung dem ursprünglichen Plan grundsätzlich zugestimmt, die maximale Geschwindigkeit in der Schulstraße auf 30 Kilometer pro Stunde zu drosseln, aber auch darauf verwiesen, viel lieber ganze Zonen mit diesem Limit auszustatten als lediglich einzelne Wege. Das weckte das Interesse der Reeßumer Ratsherren und Ratsfrauen. So wurde zwischenzeitlich angedacht, alle Nebenstraßen in der Gemeinde zu Tempo-30-Zonen zu machen. Ein Vorschlag, der insbesondere bei Herbert Cordes auf Kritik stieß, der seinen Ratskollegen indirekt Aktionismus vorwarf. Man müsse prüfen, wo eine Tempo-30-Zone wirklich Sinn macht, so Cordes.

Dennoch, die Idee, den Autoverkehr in der gesamten Gemeinde zu beruhigen, war aufgekeimt. In der nächsten Ratssitzung will man sich anhand Kartenmaterials beraten, welche Straßen für eine Tempo-30-Zone in Frage kommen. Die gegebenenfalls betroffenen Anwohner sollen anschließend befragt werden, ob in ihrer Straße weiterhin die Geschwindigkeitsbegrenzung bei 50 oder bei 30 Kilometern pro Stunde liegen soll.

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