Ausschuss treibt Vorhaben voran

Neue Konzepte für „Sottrum 2030“: Strategisch wichtige Bausteine

Ein Straßenknick und mehrere Märkte und Parkplätze.
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Auch der Bereich Lienworth soll in den Fokus rücken. Hier könnte es einen Wochenmarkt geben.

In Sottrum kommt das Entwicklungsprojekt „Sottrum 2030“ voran. Am Montag sollen im Planungsausschuss die weiteren Schritte besprochen werden.

Sottrum – So langsam nähert sich die Gemeinde Sottrum der Verabschiedung ihres Entwicklungskonzeptes „Sottrum 2030“. In den kommenden Wochen, so kündigt es der beauftragte Chefplaner des Büros Plan Zwei aus Hannover, Ulrich Berding, an, sollen erste konkrete Maßnahmen für die Verbesserung der Lebensqualität Sottrums bekannt gegeben werden. Die Projektgruppe sei aber noch in der Diskussion.

So richtig mit dem Konzept arbeiten können wird aber ohnehin wohl erst der neue Gemeinderat, der im September gewählt wird. Der jetzige Rat möchte aber die ersten vorbereitenden Schritte einleiten. Am Montag (17 Uhr, Schule an der Wieste) kommt sein Planungsausschuss zu einer eigens zu „Sottrum 2030“ anberaumten Sitzung zusammen. Er soll drei weitere Konzepte in die Wege leiten.

Bürgermeister: „Es herrscht Konsens“

Konkret sollen Gutachter die Themen Einzelhandel- und Gewerbeentwicklung, den Bereich Lienworth sowie den Verkehr in den Blick nehmen. Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn (CDU) erwartet bei der Entscheidung darüber keine Überraschungen. Es herrsche ein politischer Konsens über diese drei Themen. „Wir wollen das jetzt vorantreiben“, sagt er gegenüber der Kreiszeitung. Bestimmte, spätere Beschlüsse könnten nur gefasst werden, wenn diese Konzepte vorliegen. Wenn man zu Beispiel innerörtliche Verdichtung vorantreibe, müsse man wissen, wie sich das auf den Verkehr auswirke, nennt der Bürgermeister ein Beispiel. Planer Ulrich Berding spricht von „Vorschlägen konzeptioneller Art“ und „strategisch wichtigen Bausteinen“. Sie müssten jetzt auf den Weg gebracht werden, weil sie einen gewissen Vorlauf brauchen.

Der Lienworth würde seine Funktion als zentrales Einkaufsgebiet in Sottrum beispielsweise städtebaulich nicht widerspiegeln, hat Plan Zwei festgestellt. Das Gebiet sei aus planerischer Sicht kaum definiert und wenig attraktiv. Das Areal sollte neu geordnet und aufgewertet werden – auch in Sachen Erreichbarkeit für Fußgänger und Radfahrer. Möglich sei es, alle Parkflächen als Einheit zu betrachten und entsprechend umzugestalten. Laut Krahn habe zum Beispiel der Edeka-Markt dazu bereits Gesprächsbereitschaft signalisiert.

Gutachter oder Wettbewerb?

Auch die Einbindung eines Wochenmarktes am Lienworth soll entwickelt werden. Möglich ist im Zusammenhang mit dem Konzept ein städtebaulicher Wettbewerb. Laut Berding hätte das den Vorteil, dass gute Ideen darin konkurrieren können und man dadurch in Alternativen denken könne. Mit einem einzelnen Gutachterbüro könne man dagegen schneller Ergebnisse vorweisen.

Das Einzelhandel- und Gewerbeentwicklungskonzept soll Nachfrage, Flächenbedarf und zukünftige Anforderungen an Gewerbeflächen aufzeigen. „Was ist aktuell und in der Zukunft wichtig?“, fasst Berding fragend zusammen. Man wolle einzeln auf die Gewerbestandorte A1, Barkhof, Rotenburger Straße und Ortskern schauen und unter anderem erarbeiten, welches Profil man für sie ausbauen, kann. Weiteres zentrales Ziel: die Sicherung der Attraktivität des Ortszentrums. Hierzu soll es strategische Leitlinien geben.

Es gibt eine problematische Situation

Im Verkehrsentwicklungskonzept geht es unter anderem auch um die bessere Einbindung von umweltverträglichen Verkehrsarten. Man will Lücken und Defizite benennen und Lösungen finden. Immer wieder im Fokus ist eine bestmögliche Querung der Bundesstraße 75. Krahn hält außerdem für wichtig, wie der Durchgangsverkehr aus der Großen Straße herausgehalten werden, die wird oft als Abkürzung genutzt. Das würde aber bedeuten, dass die Kreuzungen der B75 besser sein müssen.

Sottrum steckt in einer problematischen Situation, so Krahn weiter zu den Gründen für die vorgezogene Beratung. Mit dem Neubaugebiet im Sottrumer Norden oder der Ausbau des Edeka-Marktes sind bereits Projekte in Planung, die nicht auf „Sottrum 2030“ warten könnten.

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