Auf Stapel wartet die Jury des Landesentscheids bei „Unser Dorf hat Zukunft“

„Wir wollen nach Berlin“

+
Michael Schröck (l.), Claudia Koppert und Dieter Szczesny wollen mit Stapel noch einen Schritt weiter im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.

Stapel - Von Jessica Tisemann. Die Stapeler wollen es noch einmal wissen und bereiten sich auf die Bereisung beim Landesentscheid von „Unser Dorf hat Zukunft“ vor. In den 90 Minuten haben sich Michael Schröck, Claudia Koppert und Dieter Szczesny einiges vorgenommen. „Wir sind zwar nur ein kleiner Ort, aber wir haben so vieles, was wir gerne zeigen möchten“, sagt die Autorin.

Am Donnerstag, 24. September, ist der Tag, an dem es ums Weiterkommen geht. Als letzter Ort der 18 Teilnehmer muss Stapel die Jury von sich überzeugen. Das wollen sie mit ihrem Konzept „Leben und leben lassen“ und einer aktualisierten Version der Präsentation des Kreisentscheids erreichen. Und das Organisationsteam stellt sich auch schon darauf ein, dass die Jury am Ende der Bewertungstour schon einige Eindrücke verarbeiten muss. „Wir wollen, dass sie hier in Ruhe ankommen können“, berichtet Koppert. Die Entscheidung, welche drei Orte eine Runde weiter kommen, fällt direkt nach dem Besuch in Stapel. Das Ergebnis gibt es dann am Freitag, 25. September.

Aber auch, wenn im Landesentscheid Schluss sein sollte, ist sich Bürgermeister Schröck sicher: „Wir haben auf jeden Fall gewonnen. Einfach dadurch, dass wir dabei waren.“ Die Gemeinschaft im Dorf sei durch den Wettbewerb einfach noch stärker zusammengewachsen, weil man sich mehr miteinander beschäftigt habe. Außerdem gebe es auch ein Leben nach der Kommission. „Trotzdem ist der Sieg ein Ansporn“, so Koppert. Und auch Szczesny meint: „Wir wollen nach Berlin.“

Wichtig bei der Präsentation sei, dass alle authentisch sind. „Wir können uns nur so präsentieren, wie wir sind. Wir wollen nichts vorgaukeln“, so Szczesny. „Ich denke auch, dass wir mit unserer Präsentation eine Chance haben, noch eine Runde weiterzukommen“, betont Koppert.

Doch bei all den Vorbereitungen dürfe auch nicht vergessen werden, dass die niedersachsenweite Teilnahme schon sensationell sei, ist sich das Dreier-Gespann einig. Woher der Erfolg beim Kreiswettbewerb genau kommt, ist auch dem Organisationsteam noch nicht ganz klar. „Wir haben keinen Frisör oder Geschäfte, also muss es etwas anderes sein, dass bei der Bewertung den Ausschlag gibt“, meint Szczesny. Die Menschen, die sich im Ort einbringen und sich mit den Fragen der Zukunft beschäftigen, könnten ein Faktor für das gute Abschneiden sein.

Also gilt es für alle Stapeler, sich auch am Donnerstag, 24. September, zu versammeln und die Bewertungskommission von ihrem kleinen Ort zu überzeugen. Das hat bei der letzten Bereisung bereits gut geklappt und bei der Jury Eindruck gemacht. Los geht es um 16 Uhr an der Zentralbank im Dorfmittelpunkt. Am Kräuterfeld wartet dann der Bus.

Mehr zum Thema:

Unglücksfähre "Sewol" vor Südkorea auf Lastschiff verladen

Unglücksfähre "Sewol" vor Südkorea auf Lastschiff verladen

Nach Anschlag in London: Polizei lässt Festgenommene frei

Nach Anschlag in London: Polizei lässt Festgenommene frei

"Schwung und Kraft": Vettel jagt Hamilton in Australien

"Schwung und Kraft": Vettel jagt Hamilton in Australien

Neue Bewegung in Aufarbeitung der Germanwings-Katastrophe

Neue Bewegung in Aufarbeitung der Germanwings-Katastrophe

Meistgelesene Artikel

Selbstverteidigung im Viervierteltakt

Selbstverteidigung im Viervierteltakt

Westervesede: Noch jede Menge Müll vom Hurricane-Festival 2016 

Westervesede: Noch jede Menge Müll vom Hurricane-Festival 2016 

Hartmut Leefers: „Das ist ein schwieriger Prozess“

Hartmut Leefers: „Das ist ein schwieriger Prozess“

Kommentare