Samtgemeinde Sottrum

Historische Gebäude öffnen ihre Türen

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Die Wassermühle in Stuckenborstel kann am Sonntag besichtigt werden.

Sottrum/Bötersen - Von Lea Hoops. Kulturliebhaber dürfen sich freuen: Am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 10. September, können Neugierige fünf historische Gebäude, die in der Regel nur auf Nachfrage zugänglich sind, kostenlos in Sottrum und Bötersen besichtigen. Wir geben einen Überblick.

In der Samtgemeinde nehmen das Sottrumer Heimathaus, die Wassermühle in Stuckenborstel, der Hofschafstall und das Thölkes Hus in Höperhöfen sowie die Durchfahrtsscheune in Jeerhof am bundesweiten Tag des offenen Denkmals teil. Den Interessierten erwarten dabei Führungen durch die Gebäude nach Bedarf, sowie verschiedene Ausstellungen, teilt Hanna Hildebrandt vom Heimatverein mit. Die St.-Georg-Kirche in Sottrum sei dieses Jahr aber kein Teil der Aktion. „Dort wird geprobt“, sagt Hildebrandt. Der Tag des offenen Denkmals findet jährlich, unter der Koordination der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Bonn, am zweiten Sonntag im September statt und ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days.

Dabei werden historische Bauten und Stätten in ganz Deutschland dazu aufgerufen, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und für ihr Interesse an die Belange des Denkmalschutzes zu fördern, teilt die Stiftung mit. In diesem Jahr steht das Ereignis unter dem Motto „Macht und Pracht“, jedes Denkmal erzähle immer viel über die sozialen und kulturellen Verhältnisse der Zeit seiner Entstehung und Nutzung, meint Klaus Klencke, Ansprechpartner der Denkmäler in Bötersen.

Im Landkreis Rotenburg machen insgesamt zehn historische Bauten sowie Gedenkstätten in Bremervörde, Brockel, Gnarrenburg sowie in Sandbostel mit. Das komplette Programm ist online einsehbar.

Heimathaus in Sottrum

Schon seit dem 17. Jahrhundert prägt kaum ein anderer Gebäudekomplex das Dorf Sottrum so sehr, wie das Heimathausgelände zwischen Wieste und St.-Georg-Kirche. Der Heimatverein Sottrum um Hanna Hildebrandt und Hans-Georg Wiedemeyer ermöglicht Sonntag von 11 bis 17 Uhr Führungen über die geschichtsträchtige Hofanlage mit Spieker, Backhaus, Ziehbrunnen. Remise, Querdurchfahrtscheune und Göpel. Neben den Führungen gibt die Sottrumer Spinngruppe vom Heimatverein ihr altes Handwerk am Spinnrad und Webstuhl zum Besten. Die Kreativgruppe des Heimatvereins stellt außerdem ihre selbst angefertigten Sachen aus. „Die Besucher können da sicher ein paar Anregungen finden“, meint Mitorganisatorin Hildebrandt.

Die letzte Mühle an der Wieste

Ein beliebtes Ziel auf Fahrradtouren durch die Wieste-Landschaft ist sie bereits: Die Stuckenborsteler Wassermühle. Zum Tag des offenen Denkmals wird sie für alle Interessierten von 11 bis 17 Uhr zugänglich sein, bei Bedarf führen Hans-Richard Buthmann, Jürgen Schlüter sowie Uwe Kohl die Besucher durch das Innenleben des alten Gebäudes und geben wissenswerte Informationen dazu preis. Mühlengebäude sowie Mahlwerk sind durch Restaurierungsarbeiten noch immer voll funktionsfähig. Bis 1790 gehörte die Mühle mit dem unterschlächtigen Wasserrad zum „Adeligen Gute“ Stuckenborstel und ging dann in den Besitz des Müllers Dietrich Brettmann über. Heute ist sie die letzte erhaltene von ehemals fünf Wassermühlen entlang der Wieste.

Historischer Hofschafstall

Mitten in Höperhöfen steht ein kleines Backsteinhaus mit Reetdach, ein regelrechtes Stück lebende Geschichte, denn es stammt noch aus dem 17. Jahrhundert. Sein Alter sieht man ihm aber durch Restaurierungsarbeiten nicht an. Die Rede ist vom ehemaligen Hofschafstall, dieser kann während des Tages des offenen Denkmals von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden. 1998 wurde der Stall restauriert. „Wie im vergangenen Jahr auch, werden alte Trecker und Motorräder am Sonntag dort ausgestellt,“ erklärt Klaus Klencke, einer der Organisatoren. Die Maschinen kämen dabei von umliegenden Höfen aus dem Ort, erklärt er. Für Nahrung sei auch gesorgt. Am Sonntag gebe es Kaffee und Kuchen sowie Bratwurst und Getränke.

Thölkes Hus in Höperhöfens

Das Thölkes Hus ist eines der ältesten Gebäude Höperhöfens – zentral, direkt neben dem ehemaligen Hofschafstall gelegen. Am Sonntag steht das historische Gebäude von 11 bis 18 Uhr zur Besichtigung frei. Klaus Klencke bietet zudem auf Wunsch Führungen durch das Haus an, bei dem so einige interessante Details zu entdecken gibt. Das Bauernhaus stammt aus dem Jahr 1808 und wurde nach allen Vorgaben des Denkmalschutzes restauriert. Ende vergangenen Jahres erhielt Klencke den Preis der Denkmalpflege 2016 der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, um die vorbildliche Restauration des Thölkes Hus zu honorieren. So sind der Dielenbereich mit Lehmausfachungen sowie der Wohnbereich mit Lehmputz noch original erhalten.

Versteckte Feldscheune

Der Unwissende würde das kleine Gebäude am Dorfrand von Jeerhof glatt übersehen, die alte Feldscheune liegt beinahe versteckt am Wegerand und steht neugierigen Besuchern am Sonntag zur Verfügung. Das ansonsten nur auf Anfrage zu betretende Gebäude ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der „Spinnstuv“ Bötersen zeigt in den historischen Wänden einige seiner alten Handwerkstechniken am Spinnrad und sorgt für eine Auswahl an Kaffee sowie Kuchen. Erbaut wurde das Gebäude im 17. Jahrhundert, über die Zeit hinweg wurde es als Schafstall sowie als Kornscheune mit Querdurchfahrt genutzt. 1997 erwarb die Gemeinde Bötersen das Haus und renovierte sie zum heutigen Anblick. Gepflegt wird sie vom „Spinnstuv“, so Klencke.

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