Vieles vor dem Abschluss

Sottrums Bürgermeister möchte 2021 vernünftig zu Ende bringen

Blick über den Schulhof auf die Oberschule Sottrum.
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In Gebäude der Oberschule richtet die Gemeinde Sottrum einen Hort ein. Ein Schlüsselprojekt für Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn.

Sottrum – Das letzte Jahr der laufenden Wahlperiode des Sottrumer Gemeinderates ist angebrochen, und es beginnt mit derselben Ungewissheit, mit der das Jahr 2020 geendet ist. Bis zur Kommunalwahl im Herbst gibt es noch einiges zu tun – auch für den Bürgermeister der Wieste-Gemeinde, Hans-Jürgen Krahn (CDU). In einer Rück- und Vorschau äußert er sich über…

…das politische Jahr 2020:

Aufgrund der Pandemie sei es politisch ein ruhiges Jahr gewesen. Im ersten Lockdown gab es noch eine Pause, danach sei die Arbeit im Sottrumer Gemeinderat nach Einschätzung Krahns aber „harmonisch und sachlich“ gewesen. Man habe einige wichtige Dinge voranbringen können. Konkret nennt er in diesem Punkt den Neubau des Sporthauses an der Alten Dorfstraße, die Umgestaltung des Parks am Eichkamp und das Entwicklungskonzept „Sottrum 2030“. Handwerklich wurde es ein wenig komplizierter durch Corona. So ist der Sitzungssaal im Rathaus aktuell nur für kleine Ausschusssitzungen ein geeigneter Tagungsort. Das Jahr sei darüber hinaus eine Herausforderung für die Verwaltung und andere Gemeindeeinrichtungen wie den Kindergärten gewesen.

…das, das politisch hätte besser laufen können:

„Es gibt immer etwas, das für einen persönlich besser laufen könnte“, sagt der Sottrumer Bürgermeister. Für ihn kam etwa die Verabschiedung des Haushaltes der Gemeinde erst im Sommer zu spät, auch hier trägt Corona eine Mitschuld. Es sei daher nicht als Vorwurf an die Finanzverwaltung zu verstehen. Durch den Beschluss über den Haushalt im Juli konnte man „im Endeffekt nicht mehr viel machen“. Die Ratsarbeit sei sehr komprimiert gewesen, auch zum Ende des Jahres hin, als sich das Infektionsgeschehen noch mal erhöhte.

…seine Themen 2021:

Wichtige neue Impulse sind bis zum Herbst im Sottrumer Gemeinderat wohl weniger zu erwarten, glaubt Krahn. Es ist ein Wahljahr, zum Ende des Jahres wird ein neuer Rat dann die Zügel in die Hand nehmen. „Wir wollen die Wahlperiode zum Abschluss bringen, dazu müssen wir etliche Beschlüsse aus 2020 nachholen“, erklärt der Bürgermeister. Auch hier nennt er „Sottrum 2030“, was sich pandemiebedingt verspätet, das neue Sporthaus, das im Sommer fertig werden soll, aber auch den Start des Hortbetriebes eigentlich zum Monatswechsel. „Wir wollen das Ding zum Laufen bringen.“ Ein weiteres Thema ist die bessere Beschilderung des Gewerbegebietes an der Autobahn 1.

„Wir wollen das Ding zum Laufen bringen“, sagt Hans-Jürgen Krahn über den neuen Hort in Sottrum.

…seine Erwartungen an das Wahljahr:

Krahn selbst kandidiert in diesem Jahr erneut als Sottrumer Gemeindebürgermeister, strebt auch weiter seine Mandate als Mitglied des Samtgemeinderates sowie des Rotenburger Kreistages an. „Ich hoffe auf einen vernünftigen und fairen Wahlkampf“, sagt er. Darüber hinaus wünscht er sich, wenn man mehr Bürger für die politische Mitarbeit gewinnen könnte. Aber in diesem Punkt seien gerade auch alle Parteien aktiv. Warum die Sottrumer ihn persönlich nochmal wählen sollten? „Ich glaube, ich habe in den letzten Jahren einiges bewegt.“ Er wolle dabei nicht im Mittelpunkt stehen, sagt er im besten Wahlkampf-Sprech, ihm gehe es um die Sache, er wolle weiter was bewegen.

…die Kandidatur seines Gemeindedirektors Holger Bahrenburg als Samtgemeindebürgermeister:

Für Krahn ist die Kandidatur Holger Bahrenburgs „völlig in Ordnung“. Da die Parteien in Sottrum aber noch auf der Suche nach einem gemeinsamen Kandidaten sind, steckt er als Samtgemeinderatsmitglied der CDU in einer kleinen Zwickmühle. Er halte sich daher aus der Kandidatensuche der Parteien jetzt heraus, so Krahn. Er werde sich auch aus dem Wahlkampf für das Samtgemeindebürgermeisteramt heraushalten, sich also nicht gegen seine Partei stellen, aber ebenfalls „keinen Wahlkampf gegen Holger Bahrenburg führen“. Er habe in den vergangenen fünf Jahren gut mit Bahrenburg zusammengearbeitet, so der Bürgermeister über seinen Gemeindedirektor. Dieser solle ruhig diese Möglichkeit nutzen.

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