Der Ausbau des Gymnasiums nimmt Form an

Sottrumer Monolith

Umgeben von vielen Gerüsten nimmt der Rohbauf der zukünftigen Mensa des Sottrumer Gymnaisums langsam Form an. Im kommenden Jahr soll das Gebäude fertig sein.
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Umgeben von vielen Gerüsten nimmt der Rohbauf der zukünftigen Mensa des Sottrumer Gymnaisums langsam Form an. Im kommenden Jahr soll das Gebäude fertig sein.

Sottrum – Das Gebäude verfehlt seinen Eindruck nicht. Schon in der Rohbauphase macht der Anbau des Sottrumer Gymnasiums ordentlich was her, verstärkt wird das noch dadurch, weil er auf einer kleinen Anhöhe steht. Noch in der zweiten Hälfte des laufenden Schuljahres sollen nach Vorstellung des Architekten Michael Schröder und der Schulträgerin Samtgemeinde Sottrum die Gymnasiasten die neuen Räume nutzen können – im großen Saal im Erdgeschoss könnten Abiturprüfungen stattfinden, sagt Schröder. Der Satz wird vom Schlagen eines Hammers auf Stahl abgeschnitten. Noch ist einiges zu tun auf der Ostseite der Schule.

Im Inneren des sognannten Bestandsgebäudes ist zu wenig Platz. In den vergangenen 16 Jahren seit Inbetriebnahme wurde immer wieder angebaut. Zunächst gab es nur eine Mittelstufe, seit 2011 bekommen die Schüler hier ihr Abitur. Damals galt noch G8, also das Abitur nach 12 Schuljahren. Nun ist Niedersachsen zum G9 zurückgekehrt, und das Gymnasium muss nun einen Jahrgang mehr unterbringen. 5,7 Millionen Euro soll der Anbau am Ende kosten, die zahlt der Landkreis Rotenburg. Samtgemeinde und Kreisverwaltung hatten vor Baubeginn viel um Raumgrößen gerungen. Nun, so Holger Bahrenburg vom Samtgemeinde-Schulamt, werde man zeitnah die letzten Gewerke ausschreiben. Es geht unter anderem um die Restarbeiten, etwa im Außenbereich.

Im Erdgeschoss entsteht ein Treffpunkt. Hier zieht die Mensa mit Küchentrakt hin. Schröder unterteilt in „Warm-“ und „Kaltmensa“. Ersteres kann man sich als klassische Kantine vorstellen, Zweiteres werde anders möbliert sein. Hier könne man selbst mitgebrachte Mahlzeiten essen, es ist zugleich etwas, das der Architekt „Chill-out-Bereich“ nennt. Die Schüler können sich dort in Lerngruppen treffen oder einfach eine Pause einlegen. Direkt nebenan zieht die Bücherei ein, die multimedial ausgestattet sein wird. Für Schröder sollte so eine moderne Schule aussehen. Und gerade das Erdgeschoss im Neubau werde ein Ort, „an dem Schule gelebt wird“. Im Obergeschoss gibt es Kursräume für die Oberstufen. Da die Kurse kleiner sind als normale Klassen, sind auch die Räume etwas kleiner. Recht breit ist dagegen der Flur, der kann so ebenfalls ein Ort für Gruppenarbeiten sein.

Schröder denkt ein wenig voraus: Mit seinem Entwurf habe er versucht, sowohl die Charakterzüge der bestehenden Schultrakte zu berücksichtigen, auf der anderen Seite solle der neue Trakt auch Eigenständig sein. Er wird ebenfalls mit Backsteinen verklinkert, bekommt aber rote Fugen. „Er soll wie wie ein Monolith erkennbar sein“, so der Architekt.

Das klingt fast schon protzig. Passt sowas ins Dorf? Tatsächlich gibt es so etwa noch nicht in Sottrum, räumt Schröder ein. Dennoch spreche der Bau eine regionale Architektursprache. Auf die verweist auch Kerstin Wendt, Erste Samtgemeinderätin. Die Schüler kämen nicht nur aus Sottrum, sondern aus allen Mitgliedsgemeinden. Dazu komme die Partnerschaft mit dem Ottersberger Gymnasium, dessen Schüler in der Oberstufe nach Sottrum wechseln. Hinzu käme, dass die Samtgemeinde sich dymnamisch weiter entwickle, das gelte auch für das Gymnasium. Wendt: „Da passt ein so modernes Gebäude.“

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