1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Rotenburg
  4. Sottrum

Sottrumer Gemeinderat bringt Baugebiet „Uhlenkampsweg II“ auf den Weg

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Nina Baucke

Kommentare

Stein mit Graffiti am Baugebiet „Uhlenkampsweg II“
Im neuen Baugebiet „Uhlenkampsweg II“ kann es voraussichtlich im Laufe des Jahres mit den Erschließungsmaßnahmen losgehen. © Bartz

Voraussichtlich noch in diesem Jahr soll es mit den Erschließungsarbeiten für das Baugebiet „Uhlenkampsweg II“ im Norden Sottrums losgehen. Den Weg dazu bereitet der Gemeinderat mit seiner einmütigen Zustimmung für die Aufstellung des Bebauungsplans.

Sottrum – Noch ist die Fläche im Norden Sottrums, an zwei Seiten begrenzt durch die Straßen Am Meyerhofe und An der Wieste ein mit Gras bewachsener Acker. Dass dort in absehbarer Zeit Wohnbebauung entsteht, brachte der Gemeinderat Sottrum bei seiner Sitzung kürzlich auf den Weg. „Das war ein langer Prozess, den wir sicherlich heute abschließen“, hatte Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn noch vor der Abstimmung gemutmaßt – zu Recht, denn der Rat beschloss kurze Zeit später einstimmig die Aufstellung des Bebauungsplanes für das Baugebiet „Uhlenkampsweg II“ als auch der Satzung.

Auch Gemeindedirektor Holger Bahrenburg zeigte sich erleichtert: „Ich bin froh, dass der Prozess jetzt zu einem Ende kommt und wir mit der Erschließung beginnen können.“ Damit ist nach mehr als eineinhalb Jahren Vorlaufzeit, als das Baugebiet „Uhlenkampsweg II“ erstmals Thema im politischen Raum war, das Projekt mit elf Ja-Stimmen und sechs Enthaltungen im Rat auf den Weg gebracht, die Gemeinde Sottrum kann nun im Norden weiter wachsen.

Ich bin froh, dass der Prozess jetzt zu einem Ende kommt und wir mit der Erschließung beginnen können.

Holger Bahrenburg

Zum einen machten die Ratsmitglieder mit ihrem positiven Votum einen Haken hinter dem Ergebnis der öffentlichen Auslegung. Zum anderen entschieden sie sich für den Satzungsbeschluss, sodass keine erneute öffentliche Auslegung des Planentwurfes nötig sein wird. Damit steht nun auch fest, dass das 4,59 Hektar große Areal durch einen fünf Meter breiten Pflanzstreifen im Norden und durch einen westlich gelegenen Biotopverbund abgegrenzt wird. Die Anbindung an das bestehende Straßennetz soll über die Straße Am Meyerhofe und eine Verbindung zur Straße An der Wieste erfolgen.

Das Baugebiet „Uhlenkampsweg II“ sieht zudem fünf verschiedene Bereiche vor, darunter ein Teil als „50plus“-Wohngebiet, das in kleinere Grundstücke als in den übrigen Bereichen eingeteilt wird. Dort ist unter anderem die Firsthöhe auf sieben Meter begrenzt, ansonsten auf neun Metern. Für alle gilt zudem, dass Stein- und Schottergärten unzulässig sind.

Einzelgutachten vor dem Verkauf

In der Debatte der vergangenen Wochen war es auch immer wieder darum gegangen, ob ein Regenrückhaltebecken für das Areal nötig sein würde. Denn die Untere Wasserbehörde hatte bei den Stellungnahmen die Angaben zur Niederschlagswasserbeseitung als ungenügend bemängelt. „Wir haben ein Gutachten erstellt, und danach gehen wir davon aus, dass wir das Becken nicht brauchen“, sagte Bahrenburg. Laut Ausführungen des Planungsunternehmens Instara hatte nämlich das Gutachten ergeben, dass in großen Teilen des Plangebietes eine Versickerung des Niederschlagswassers auf den jeweiligen Grundstücken möglich ist. Allerdings sollen vor dem Verkauf für die Grundstücke genaue Einzelgutachten angefertigt werden. „Das wird dann in den Verkaufspreis eingerechnet“, erläuterte Bahrenburg. Mit diesem Verfahren hat die Gemeinde bereits im Fall des Baugebietes „Dannert IV“ gute Erfahrungen gemacht.

Auch die zu Jahresbeginn angekündigte Potenzialabschätzung zu den dort vorkommenden Vogel- und Fledermausarten liegt nun vor: Demnach entfällt ein Großteil von ihnen auf „typische Siedlungsarten mit geringer Störanfälligkeit“, heißt es im Gutachten.

Nächster Schritt der Gemeinde ist nun, ein Planungsbüro für die Erschließung zu beauftragen. Dafür läuft derzeit die Ausschreibung. Der weitere, allerdings noch ungefähre Zeitplan sieht vor, dass es in der zweiten Jahreshälfte mit den konkreten Erschließungsarbeiten losgehen könnte – mit dem Ziel, im ersten Quartal 2023 mit der Vermarktung der etwa 45 dort möglichen Baugrundstücke zu starten.

Auch interessant

Kommentare