Der Sottrumer Bauhof bereitet sich jetzt auf den Winter vor

Bei Kälte lässt es sich angenehmer arbeiten

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Bauhof-Leiter Dany Pape und seine Team-Mitglieder kümmern sich um Baumschnitt und Co.

Sottrum - Von Inken Quebe. Wer einen Garten hat, kennt das: Im Herbst gibt es viel im Grünen zu tun. Bäume und Hecken schneiden sind da nur zwei Aufgaben, die anstehen. Das geht auch den Mitarbeitern des Bauhofes der Samtgemeinde Sottrum nicht anders. Sie kümmern sich in dieser Jahreszeit aber um noch einiges mehr und stellen sich schon mal auf den Winter ein.

Bauhofleiter Dany Pape und seine vier Kollegen, darunter einer mit einer Behinderung, haben derzeit alle Hände voll zu tun. „Wir fällen jetzt zum Beispiel abgängige Straßenbäume und schneiden die Wirtschaftswege frei“, berichtet Pape. Eigentlich werden die abgängigen Bäume dann durch junge Pflanzen ersetzt. „Das geht allerdings nur, wenn es nicht friert“, sagt der 40-Jährige aus Sottrum-Fährhof. Dann müsse das auf das Frühjahr verlegt werden.

So wie in diesem Jahr – jetzt hat das aber einen anderen Grund, denn zu kalt ist es noch nicht. „Wir haben das Problem, dass, wenn wir jetzt Pflanzen bestellen, die im Laub stehen und noch dazu Wasser brauchen. Mehr als der Boden jetzt hergibt“, so Pape. Die Anwuchsrate dieser Pflanzen sei nicht so hoch – möglicherweise entpuppt sich das Vorhaben also als vergeblich.

Auch das, was die Bäume im Herbst abwerfen, macht die Bauhof-Angestellten nicht gerade arbeitslos: Die Flächen und Häuser, die der Gemeinde gehören, gilt es vom Laub zu befreien. Darüber hinaus erledigen sie Aufträge aus den einzelnen Fachabteilungen, zum Beispiel an den Kindergärten oder am Heimathaus. „Momentan bauen wir an den Kindergärten die alten Spielgeräte ab und bereiten den Platz für die neuen vor“, berichtet Pape. Der Boden muss dafür ausgehoben werden.

Eine Aktion, die in den kommenden Jahren einmalig bleiben soll: „Wir hoffen, dass die neuen Geräte dann 20 Jahre halten.“ Während die Kinder also bis jetzt noch auf Beton und Holz gespielt haben, bestehen die Neuanschaffungen aus Edelstahl, glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) und pulverbeschichteten Materialien.

Hecken- und Baumschnitt, die Reinigung von Dachrinnen und Straßengräben gehören außerdem zu den gängigsten Aufgaben. Hinzu kommt ein Überbleibsel aus der Erntezeit: „Die Gullys sind dann zum Beispiel mit Maisresten voll. Auch die müssen wir reinigen“, erklärt Fachmann Pape. Ansonsten drohen bei Regen überflutete Straßen. Insgesamt sei der Herbst arbeitsintensiver als der Rest des Jahres. „Jede Jahreszeit hat ihre Schwerpunkte“, bestätigt der Sottrumer Gemeindedirektor André Bischof.

Auch der Winter wirft seine Schatten voraus: Die Bauhof-Angestellten stellen momentan in den Ortschaften Everinghausen, Sottrum-Fährhof und Winkeldorf Schilder mit dem Hinweis „Eingeschränkter Winterdienst“ auf. Für diesen ist in dieser Zeit nämlich nicht der Bauhof zuständig, dafür reicht das Personal nicht aus. „Damit ist eine externe Firma beauftragt“, erklärt Bischof. Die Mitarbeiter des Bauhofes kümmern sich aber darum, dass die Bushaltestellen wenn es im Winter glatt ist, gestreut sind. Außerdem füllen sie die sogenannten Streugutboxen auf. Die stehen zum Beispiel vor Brücken, damit Lkw-Fahrer diese selbst abstreuen können.

Obwohl im Winter mehr zu tun ist als im Sommer, arbeitet Pape aber lieber, wenn es eher kühl ist: „Wir haben so viel Schutzkleidung an, dass es deutlich angenehmer ist, bei -10 Grad zu arbeiten, als bei 25 Grad. Warm wird einem sowieso“, erzählt er. Eines ist ihm aus den vergangenen sieben Jahren, die der gelernte Forstwirt und Gärtner nun für den Bauhof tätig ist, besonders lebhaft in Erinnerung geblieben. „Im Sommer 2008, in meinem ersten Jahr, ist eine Windhose durch die Samtgemeinde gezogen und hat großen Schaden angerichtet. Da ging es drei Monate lang richtig zur Sache.“

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