Sottrumer Bäckerei Fricke nimmt an Format „Deutschlands bester Bäcker“ teil

Mit „Frieda“ soll der Sieg her

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Carsten und Tanja Fricke wollen mit Eichenbrot und Franzbrötchen in die nächste Runde einziehen.

Sottrum - Von Antje Holsten-Körner. Ab dem 14. September sucht das ZDF mit Johann Lafer wieder „Deutschlands besten Bäcker“. In dieser Staffel gehört die Sottrumer Bäckerei Fricke zu den Kandidaten. Zu der Ehre kam Carsten Fricke mit seinem Team ein wenig wie die Jungfrau zum Kinde: Der Familienbetrieb, der inzwischen in der fünften Generation geführt wird, hatte sich zum genannten Termin gar nicht beworben.

„Trotzdem erhielt ich im März telefonisch die Anfrage von der Produktionsgesellschaft Endemol, ob wir uns vorstellen können, mitzumachen“, erzählt der 44-Jährige. Hintergrund: Kunden hatten die Sottrumer für die Teilnahme vorgeschlagen. Nach einigen Tagen Bedenkzeit sagte er schließlich zu. „Ich bin der Meinung, dass wir uns der Herausforderung, wenn uns unsere Kunden empfehlen, stellen sollen“, begründet der Chef seine Entscheidung. Außerdem gefalle ihm das Format, bei dem seine Branche sehr positiv präsentiert werde.

Der Anruf im März bedeutete aber nicht automatisch, dass sein Betrieb zu den 96 Bäckereien aus ganz Deutschland gehört, die gegeneinander antreten. Jetzt galt es nämlich erst, sich gegen die weiteren Bewerbungen der Region durchzusetzen, sich durch einen langen Fragenkatalog im Internet zu kämpfen und eine Bewerbungsmappe zusammenzustellen. Gefragt wurde beispielsweise nach Spezialitäten. Da durften natürlich die Dinkelbrötchen „Frieda“ und das Feinbrot, das schon seit Generationen nach Familienrezept gebacken wird, nicht fehlen. Beide Sorten hatten gerade kürzlich eine Auszeichnung bekommen, denn sie erhielten bei externen Prüfungen jeweils zum dritten Mal hintereinander die Note „sehr gut“ und dürfen sich mit einer goldenen Urkunde schmücken.

Viele Fragen drehten sich auch um den Werdegang des Inhabers. Und der ist in diesem Fall untypisch. Nach einer Tischlerlehre ging es für Carsten Fricke zum Architekturstudium. Nachdem er sechs Jahre als Architekt gearbeitet hatte, stieg er 2002 ins Backhandwerk ein, wo er die Ausbildung innerhalb kürzester Zeit beendete. Weiter ging es 2007 mit den erfolgreichen Prüfungen zum Bäckermeister und Betriebswirt, bevor der Familienvater 2008 den elterlichen Betrieb übernahm. Die Bewerbung beeindruckte die Jury, sodass Fricke Anfang April die Zusage erhielt, zu den drei Bäckereien zu gehören, die die Region Bremen vertreten dürfen.

So besuchte für einen Tag ein zwölfköpfiges Drehteam die Wiestegemeinde. Ab da waren die Backkünste gefragt. Carsten Fricke und Bäckermeister Ingo Gerken mussten in der Backstube eine Tagesaufgabe mit einer bisher unbekannten Aufgabe umsetzen. Dafür stand nur begrenzt Zeit zur Verfügung. Die Nerven waren angespannt. „Das war knallhart, eine zweite Chance gab es nicht“, betont Fricke, der sich noch gut an seine eigene Nervosität erinnern kann. Außerdem wurden eine Spezialität des Hauses, „Das Eichenbrot – unser Fünfkornbrot in Zusammenarbeit mit der Grundschule am Eichkamp“, entwickelt sowie ein spontanes Produkt, „Das Franzbrötchen“, von der Jury getestet. Ein Urteil fällte die Jury nicht im Ladengeschäft, sondern drehte die Kommentare außerhalb ab. „Es war sehr spannend für uns“, sagt Ehefrau Tanja Fricke, die bei der Bäckerei für den kaufmännischen Teil zuständig ist. Der Gewinner der Region Bremen kommt eine Runde weiter. Dann treten die Bäckereien gegeneinander an, wobei sich jeweils nur der Sieger für die nächste Runde qualifiziert. „Es müssen dabei immer zwei vorher geheime Aufgaben bewältigt werden“, weiß Carsten Fricke.

Der Titelträger steht erst nach Ende der 55 Sendungen fest. Die Ausstrahlung erfolgt von Montag bis Freitag jeweils um 15.05 Uhr. Wer dann keine Zeit hat, kann sich den Beitrag später in der Mediathek des Senders anschauen.

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