Standort-Diskussion wieder bei den Fraktionen

Kita-Leiter wollen die Dannert-Lösung

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Noch liegt das zukünftige Baugebiet „Dannert IV“ brach. Das erste Gebäude könnte eine Kinderkrippe sein.

Sottrum - Von Matthias Röhrs. Wo sollen sie hin, die beiden neuen Krippengruppen in Sottrum? Auch während der Sitzungen des Fach- sowie Verwaltungsausschusses des Gemeinderates am Montagabend konnte diese Frage nicht abschließend beantwortet werden. Die Fraktionen wollen sich noch einmal beraten. Die drei Leiter der Kindergärten der Gemeinde haben dagegen bereits eine Entscheidung für sich getroffen.

Ein Neubau im Baugebiet „Dannert IV“ ist ihrer Ansicht nach die richtige Lösung für das Platzproblem der Kinderkrippen. Sie erteilen einem möglichen Anbau am Wiestekindergarten eine Absage. Es würde dort zu eng werden. Um die 130 Kinder würden nach Berechnungen von Planer Simon Burgemeister vom Büro „Architektenstern“ in Rotenburg, der am Montag eine Standortanalyse vorstellte, dann am Standort Bullenworth insgesamt betreut werden. Zu viele. Die Kita-Leiter befürchten, dass ein zu großer Kindergarten die Krippenkinder überfordern könnte. Darüber hinaus wäre der angedachte Anbau am Wiestekindergarten gar kein Anbau, sondern ein separates Gebäude. 

Das Kindergartengesetz in Niedersachsen sieht vor, dass maximal fünf Gruppen in einem Haus untergebracht werden dürfen. Mit zwei zusätzlichen Gruppen wären es am Wiestekindergarten schon sechs, sie müssten in ein eigenes Gebäude auf dem Außengelände ziehen. Platz wäre da, jedoch an einer Stelle auf dem Gelände, wo der Verkehrslärm der nahen Bundesstraße 75 zu präsent sein könnte. Außerdem würde die Bebauung des Außengeländes des Wiestekindergartens einen Verlust für das, so Burgemeister, vielfältige „Luxus-Gelände“ bedeuten. Er machte deutlich, dass man sich noch am Anfang der Planungen befinde. So zeigte er zwar Bilder von ähnlichen Projekten seines Büros, konkreter könne man aber erst nach der Standortentscheidung werden.

Mehr Platz vorhanden als nötig

Also die Dannert-Lösung? Auch hier ist mit etwas mehr als 3000 Quadratmetern mehr Platz vorhanden als nötig. Falls irgendwann Bedarf bestehe, könne man den Neubau in den kommenden Jahren auch um zwei weitere Betreuungsgruppen erweitern. Auf dem Grundstück am Dannertweg soll nach der ersten Planung der zweckmäßige Neubau parallel zur Lindenstraße entstehen, eine Erweiterung könnte dann parallel zum Dannertweg Platz finden. Im Moment erscheint diese Variante noch etwas abseits jeglichen Wohnraums. Im benachbarten Baugebiet „Dannert III“ sind die meisten Häuser noch im Bau, das zukünftige Gebiet „Dannert IV“ liegt noch brach. Aber: „In sechs bis zehn Jahren wird hier definitiv Bedarf bestehen“, sagte Burgemeister.

Die Variante, eine der beiden Krippengruppen mit einer Kindergartengruppe aus Stuckenborstel zu tauschen, wurde im Schnellverfahren erläutert. Die Verwaltung hatte schon im Vorfeld wegen des höheren Eigenanteils bei den Kosten von dieser Option abgeraten. Damit in der Kita „Kunterbunt“ Kinder unter drei Jahren betreut werden können, müsste die Gemeinde beispielsweise die sanitären Anlagen umbauen und einen Schlafraum vorhalten. Eine Erweiterung dieses Standorts ist allerdings nicht möglich.

Im November soll der Verwaltungsausschuss eine Entscheidung zum Standort fällen. Dann kann es auch eine erste Kostenschätzung geben. Sicher ist indes eine Förderung von 360.000 Euro, für die ein Bescheid laut Gemeindedirektor Holger Bahrenburg mittlerweile vorliege.

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