TV Sottrum ist auf der Suche nach Sportbekleidung für kickende Flüchtlinge

Es mangelt noch an Schuhen und Co.

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Der TV Sottrum setzt auch optisch ein Statement: Jan Boyke, Trainer der zweiten Herrenmannschaft, und Thomas Holzkamm, Leiter der Fußballabteilung, zeigen das neue Schild „Kein Platz für Rassismus und Gewalt“.

Sottrum - Von Inken Quebe. Schon seit einiger Zeit haben Flüchtlinge und Asylbewerber beim TV Sottrum die Möglichkeit, Fußball zu spielen. Bis zu zwölf von ihnen nehmen diese Gelegenheit wahr und kicken bei der zweiten Herrenmannschaft mit. Doch es fehlt auch noch etwas: die Sportkleidung.

Als Anfang Juni DFB-Schatzmeister und CDU-Bundestagsabgeordneter Reinhard Grindel beim Training der Mannschaft war und als Anerkennung für die gute Integration der Flüchtlinge einen Scheck in Höhe von 500 Euro der Egidius-Braun-Stiftung überreicht hat, war die Freude der Verantwortlichen groß. „Von dem Geld haben wir schon einiges an Sportkleidung angeschafft“, berichtet Thomas Holzkamm, Leiter der Fußballabteilung des TV Sottrum. Trotzdem fehlt es noch an geeigneter Ausrüstung. „Vor allem wenn es bald Richtung Herbst und Winter geht, muss noch wetterfestes Sportequipment her.“

Wer also noch Kleidung abzugeben hat, kann sich an die Verantwortlichen des Vereins wenden. Jan Boyke, der die zweite Herrenmannschaft trainiert, sucht für seine Spieler noch nach Fußballschuhen ab Schuhgröße 43 sowie Hosen und Oberbekleidung in den Größen L und XL. Holzkamm hofft, dass die Jungs, die zum Beispiel von der Elfenbeinküste kommen, dem Team mit der richtigen Ausrüstung erhalten bleiben: „Momentan stehen sie manchmal noch in Jeans auf dem Platz.“

Der Verein habe auch bei Werder Bremen und St. Pauli nach Unterstützung gefragt. Und der Bremer Verein habe auch die Bereitschaft signalisiert, etwas zu tun. „Ein Benefizspiel hat Werder wegen der laufenden Saison leider abgesagt, aber sie wollen noch nach Schuhen und Trainingsbekleidung gucken“, berichtet Holzkamm vom Ergebnis. Bei St. Pauli dürfen die Verantwortlichen dagegen noch hoffen: Eine Antwort stehe derzeit noch aus. Wenn ein Benefizspiel zustande kommt, soll von den Einnahmen auch ein Grillabend veranstaltet werden. „Wir wollen ihnen das Gefühl geben, dass sie dazu gehören“, so Holzkamm.

Boyke ist indes froh, dass die Flüchtlinge und Asylbewerber Lust auf Fußball haben und er dank ihnen zumindest im Training auf größere Beteiligung setzen kann. „Die können auch gut kicken“, erzählt Boyke. Einer von ihnen hat inzwischen sogar einen Spielerpass, der ihn berechtigt, am Ligabetrieb teilzunehmen. Weitere Pässe hat Holzkamm bereits vor sechs Wochen beantragt. „Leider dauert es sehr lange. Wir möchten, dass die Jungs auch mitspielen dürfen“, sagt er. Kein Wunder: Einer von ihnen habe bei einem Freundschaftsspiel sogar schon ein Tor geschossen.

Übrigens: Der Verein zeigt auch optisch seine Haltung und beteiligt sich an der Aktion „Vier Schrauben für Zivilcourage“ des Niedersächsischen Fußballverbandes. Am Sporthaus prangt seit einigen Tagen ein Schild mit der Aufschrift: „Kein Platz für Rassismus und Gewalt.“

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