Neukonstitution im November

Sottrum: Seniorenbeirat bekommt neue Chefin

Heinz G. Hill (4.v.r.) verlässt den Seniorenbeirat der Samtgemeinde. Jutta Vogelsang (3.v.r.) übernimmt zunächst seine Aufgaben als Vorsitzender.
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Heinz G. Hill (4.v.r.) verlässt den Seniorenbeirat der Samtgemeinde. Jutta Vogelsang (3.v.r.) übernimmt zunächst seine Aufgaben als Vorsitzender.

Wechsel an der Spitze des Sottrumer Seniorenbeirats. Der nun ehemalige Vorsitzende Heinz G. Hill verlässt den Wieste-Ort. Jutta Vogelsang aus Bötersen übernimmt.

Sottrum – Kurz vor dem Ende der laufenden Wahlperiode hat es noch einmal einen Wechsel an der Spitze des Seniorenbeirates der Samtgemeinde Sottrum gegeben. Heinz G. Hill, immerhin beinahe zehn Jahre lang Vorsitzender des Gremiums, hat sein Amt abgegeben. Aus persönlichen Gründen, wie es heißt, zieht er demnächst nach Achim und kann das Amt in Sottrum daher nicht mehr ausüben.

Fürs Erste übernimmt seine Stellvertreterin Jutta Vogelsang aus Bötersen seine Aufgaben. Doch bereits im November konstituiert sich turnusgemäß der nächste Seniorenbeirat. Aktuell ist das Gremium allerdings unterbesetzt.

„Mir hat die Arbeit im Seniorenbeirat viel Freude gemacht“, so Hill während seiner Verabschiedung bei seiner letzten Sitzung im Rathaus. Einmal wird der Beirat noch tagen, dann ist Sommerpause und danach stehen die Vorbereitungen für das neue Gremium an. Der Beirat orientiert sich dabei an den Wahlperioden der Kommunalpolitik. „Mir hat das schon eine ganze Menge bedeutet“, sagt Hill im Gespräch mit der Kreiszeitung. „Das Verhältnis, das sich im Laufe der Zeit zu den Senioren in der Samtgemeinde entwickelt hat, gibt einem enorm viel.“

Mobilität, Freizeitangebote, Barrierefreiheit und Gesundheitsangebote sind Oberthemen, die für alle Mitgliedsgemeinden und ihre ältere Bevölkerung Herausforderungen mit sich bringen. So hat sich der Beirat beispielsweise mit viel Herzblut am Prozess „Sottrum 2030“ engagiert und für die Neugestaltung des Parks am Eichkamp konkrete Ideen eingebracht. Spezielle, für ältere Generationen zugeschnittene Erste-Hilfe-Kurse sind unter dem Vorsitz Hills entstanden. Eine sehr gute, pragmatische Zusammenarbeit der kurzen Wege zeichnet die Arbeit des Beirats auch mit der Verwaltung aus. Jüngstes Beispiel ist die Übernahme sog. Impfpatenschaften durch den Seniorenbeirat, als es darum ging, die erste Prioritätengruppe bei der Anmeldung zum Impfen aber auch bei der Organisation der Fahrtwege zum Impfzentrum zu unterstützen, unterstreicht hingegen die Samtgemeinde in einer Pressemitteilung zum Abschied Hills. „Das hat gut geklappt“, sagt dieser. Da habe man gesehen, dass die Arbeit des Beirates etwas bringe. „Die Erfolge des Seniorenbeirats sind oft nicht so sichtbar. Vieles läuft eher unter dem Motto ,steter Tropfen...‘“

Die Erste Samtgemeinderätin Kerstin Wendt überreichte als Dankeschön für die gute Zusammenarbeit und das ehrenamtliche Engagement ein kleines Präsent und wünschte ihm und seiner Familie alles Gute. Der Beirat schloss sich dem an, und Jutta Vogelsang, seine bisherige Vertreterin und erstmal Nachfolgerin, brauchte laut Samtgemeinde nicht lange überredet werden, um den Staffelstab anzunehmen und zunächst bis zur Kommunalwahl im September dieses Jahres den Vorsitz zu führen.

Auch die neue Vorsitzende bestätigt, dass die Arbeit des Beirates zuletzt eher unauffällig war. Das liegt zum einen an der Corona-Pandemie, viele Probleme der Senioren würden aber auf dem Dorf über das typische Miteinander ohnehin eher niederschwellig gelöst. „Es gibt zur Zeit keine dringlichen Themen.“ Dabei bleibt der selbst formulierte Anspruch, Augen und Ohren der älteren Generation in Sottrum zu sein, bestehen.

Größtes Problem ist aber die Anzahl der Mitglieder des Beirates. Das hat auch Hill festgestellt. Es fehle an Ehrenamtlichen. Neun Personen sitzen momentan im Beirat, eigentlich sollten es 13 sein, so Vogelsang. Mit der Neukonstitution im November verbindet man die Hoffnung, danach wieder vollzählig sein zu können. Aktuell spreche man verschiedene soziale Institutionen in der Samtgemeinde an – Vogelsang selbst ist beispielsweise über die Horstedter Kirchengemeinde zum Beirat gekommen –, ob es dort potenzielle Ehrenamtliche gebe.

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