„Man braucht immer etwas“

Sottrumer stehen Rossmann-Filiale größtenteils positiv gegenüber

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Janine Dahms

Sottrum - Von Lea Hoops. Nachdem das Projekt zum Bau einer Filiale für die Drogeriekette Rossmann gegenüber dem Aldi-Markt in Sottrum im vergangenen Jahr scheiterte, ist nun wieder Bewegung in die Sache gekommen. Im Gemeinderat und im zuständigen Fachausschuss für Bau, Planung und Wirtschaft stößt die Idee auf Wohlwollen.

So kommentierte beispielsweise Hans-Jürgen Brandt (SPD): „Die Bevölkerung will den Rossmann.“ Doch stimmt das? Wir haben nachgefragt. Was halten die Sottrumer wirklich von der Idee? Die Meinungen sind geteilt.

Ohne Filiale im Ort ist Fahrt nach Ottersberg oder Rotenburg notwendig

Janine Dahms ist Mutter, gerade hat sie ihre Jüngste in den Kinder-Buggy zum Einkaufen gesetzt und der Älteren ein Laufrad gegeben. Sie bewertet die mögliche Ansiedlung eines Rossmanns in die Ortsmitte als sehr gut. „Man braucht ja immer etwas, gerade mit Kindern“, sagt die junge Frau und deutet mit einem Lächeln auf ihre beiden Töchter. Die große Produktvielfalt der Drogerie-Kette gefalle ihr. „Sonst muss ich immer weiter wegfahren – nach Ottersberg oder Rotenburg.“

Volker Fick

Auch Volker Fick schließt sich dieser Meinung an: „Wir brauchen so etwas im Ort, in so einer Filiale ist alles, was man benötigt. Mit der Auswahl hat man das hier sonst nicht.“ Den Standort finde er ebenfalls angemessen, „so kann man das gleich mit anderen Einkäufen verbinden“.

Angela Bruns

Eine gute Verbindung, das findet auch Angela Bruns wichtig. Sie ist zwar gerade nur nach Sottrum gefahren, um ihr Kind von der Schule abzuholen, aber mit einem Rossmann im Ort würde sie sicher öfter anhalten. „Das böte sich dann einfach an.“

Wunsch nach Vergrößerung des Bio-Marktes

Sönke Guderian

Sönke Guderian steht der Ansiedlung der Drogeriekette skeptischer entgegen. „Ich habe ein Problem mit großen Unternehmen, die kleinere verdrängen“, sagt er vor dem Hintergrund, selbst mal einen Bio-Laden geführt zu haben. Gleichzeitig wirft er allerdings ein, dass, wenn eine Drogerie-Kette überhaupt infrage käme, es nur Rossmann sein sollte. „Wegen der Bio-Produkte“, begründet er.

Anke Wergowski

Anke Wergowski braucht die Filiale nicht. „Meinetwegen muss Rossmann nicht herkommen.“ Sie mag es zwar gerne nah und erledigt ihre Einkäufe vorzugsweise mit dem Fahrrad, die Notwendigkeit für einen Ableger der Drogeriekette in Sottrum sieht sie allerdings nicht. „Ich würde mich eher für eine Vergrößerung unseres Bio-Marktes einsetzen, den finde ich zu klein“, begründet sie ihre Meinung. Sie lässt dabei die andere Seite aber nicht außen vor; „Wir sind ja nun mal ein Volk von Individualisten, und ich weiß, dass andere einen Rossmann gerne vor Ort hätten. Den trifft man sonst in Rotenburg an.“

Silke Radke

Kritik übt auch Silke Radke. Sie findet es nämlich „schade“, dass leer stehende Gebäude wie der alte Lidl oder Schlecker nicht genutzt würden. „Vermutlich braucht Rossmann aber einfach mehr Platz“, fügt sie nachdenklich hinzu. Ansonsten findet sie das Rossmann-Engagement gut, auch wenn sie in einem Jahr nicht mehr in Sottrum wohne und deshalb weniger mitbekäme. „Seit dem Schlecker weg ist, fehlt hier was.“

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