Neues Dach fürs Gemeindehaus

Horstedter Kirche kann Hus op’n Barg endlich sanieren

Gerhard Blödorn (l.) und Hartmut Lienhop freuen sich, dass bald der Startschuss für die Dachsanierung fällt.
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Gerhard Blödorn (l.) und Hartmut Lienhop freuen sich, dass bald der Startschuss für die Dachsanierung fällt.

Das Dach des Hus op’n Barg in Horstedt wird langsam baufällig. Jetzt steht die langersehnte Sanierung an.

Sottrum – Schon seit vielen Jahren bereitet das Dach des Horstedter Gemeindehauses Hus op’n Barg, das sich in Nachbarschaft zur Johannes-der-Täufer-Kirche befindet, den Verantwortlichen Bauchschmerzen. „Schon lange wird über eine Sanierung gesprochen, denn es gab mehrfach Schäden durch Wind am Gebäude, das in den 1920er Jahren als Schule gebaut wurde“, erklärt Gerhard Blödorn, seit 2018 Vorsitzender des Kirchenvorstandes.

Auch die fehlende Dämmung und die nicht mehr effizient arbeitende Heizungsanlage waren immer wieder ein Thema. Jetzt steht die Umsetzung dieser Maßnahmen kurz bevor, denn durch Zuschüsse von mehreren Seiten konnte die Kirchengemeinde kürzlich die Aufträge an Fachfirmen vergeben.

Dazu gehören 33 000 Euro als Förderung des Amtes für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg, die mit Unterstützung des Regionalmanagements der Gesundregion Wümme-Wieste-Niederung eingeworben werden konnten. Auch Zuschüsse der Landeskirche sowie der Gemeinden Horstedt, Bötersen, Reeßum sowie der Stadt Rotenburg für Mulmshorn, deren Bürger zum Horstedter Kirchspiel gehören, tragen zur Finanzierung bei. Nach den Berechnungen aus dem Frühjahr wurde mit einem Kostenrahmen von rund 85 000 Euro kalkuliert. Obwohl die Preise für Bauholz seitdem in die Höhe geschnellt sind, geht der Vorstand davon aus, dass die Schätzung weiterhin realistisch ist. „Da die Dachaußenhaut mit Auf- und Zwischensparrendämmung im Mittelpunkt steht, ist der Holzanteil mit Erneuerung der Dachlatten, des Ortgangs und der Traufbretter eher gering“, begründet Blödorns Vorgänger Hartmut Lienhop, Baubeauftragter des Kirchenvorstandes, diese Annahme.

Der 55-Jährige weiß, wovon er redet, denn Lienhop hat als Groß- und Außenhandelskaufmann mit Schwerpunkt Holzwirtschaft beruflich viele Kontakte zur Baubranche. Vor der Antragstellung stand das Engagement der Kirchenmitglieder, die sich in das Projekt einbrachten. „Gemeinsam haben wir uns Gedanken gemacht, wie die energetische Sanierung und der Erhalt des Gebäudes gelingen kann“, so Blödorn. Und weiter: „Es war ein gemeinsamer Kraftakt, bei dem alle an einem Strang gezogen haben, weil die Menschen vor Ort um die große Bedeutung des Gemeindehauses für die vielen Nutzergruppen wissen.“

Dazu gehören nicht nur die Sitzungen des Kirchenvorstandes, die auch während des Corona-Lockdown stattgefunden haben, sondern ebenfalls Chorproben, Konfi-Unterricht, Ratssitzungen, Jahreshauptversammlungen von Vereinen oder die Bewirtung beim Horstedter Kräutertag. „Das Hus op’n Barg steht auch der Bevölkerung offen. Vor der Pandemie wurden die Räume beispielsweise für Familienfeiern gegen ein geringes Entgelt vermietet“, sagt Blödorn. Für das Obergeschoss, das in der Vergangenheit nur eingeschränkt genutzt werden konnte, da es im Sommer oftmals zu heiß war und im Winter die hohen Heizkosten belasteten, ist im Gespräch, gegen eine kleine Spende Pilgern, die den Mönchsweg nutzen, ein Gästezimmer zur Verfügung zu stellen.

Blödorn und Lienhop freuen sich, dass man durch die Maßnahmen nicht nur wichtige Voraussetzungen für die weitere Nutzung schafft, sondern durch die energetische Sanierung auch bei den Unterhaltungskosten die in der Vergangenheit oftmals gestiegenen Heizkosten ausbremsen kann. „Durch die Dämmung des Daches und Erneuerung der Heizungsanlage wird ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet, denn es erfolgt eine Reduktion des Ausstoßes klimaschädlicher Gase“, hebt Blödorn hervor. Nach Fertigstellung der Baumaßnahme, die spätestens im März abgerechnet sein muss, soll es – wenn es Corona zulässt – ein kleines Einweihungsfest geben, bei dem die Gäste das Gebäude besichtigen können.

Von Antje Holsten-körner

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