Einrichtungen möchten Digitalkompetenz fördern

Mehr Tablets für Sottrumer Grundschulen

Tablets sind auch in den Grundschulen nicht mehr wegzudenken. Die Samtgemeinde möchte weitere Geräte anschaffen.
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Tablets sind auch in den Grundschulen nicht mehr wegzudenken. Die Samtgemeinde möchte weitere Geräte anschaffen.

Die Sottrumer Grundschulen nutzen Tablets als Ergänzung zum Unterricht. Das kommt gut an. Jetzt sollen sie mehr bekommen.

Sottrum – Die Grundschulkinder in der Samtgemeinde Sottrum sollen in Zukunft besser im Umgang mit digitalen Endgeräten trainiert werden. Der Schulausschuss des Rates hat am Donnerstagabend einen Antrag der Grundschulen befürwortet, nach dem sie mehr „iPads“ für den Unterricht bekommen sollen. Der Bestand der vier Grundschulen Bötersen, Ahausen, Horstedt und der Grundschule am Eichkamp mit ihrer Außenstelle „Morgenstern“ wird damit jeweils auf einen sogenannten Klassensatz aufgestockt.

In Zahlen sind das 45 neue Tablet-Computer für rund 23. 400 Euro. Die Leiterin der Löwenzahn-Grundschule in Horstedt, Annette Römer, stellt klar: „Das sind keine Leihgeräte zum Aushändigen. Wir haben in der Corona-Zeit sehr viel mit digitalen Medien gearbeitet, da wollen wir Lernfortschritte erhalten.“

Im Ausschuss gab es wenig Zweifel über die Sinnhaftigkeit des Antrags. „Er ist absolut begründet“, so Samtgemeindebürgermeister Holger Bahrenburg in der Einleitung. Dennoch gab es Redebedarf in puncto Folgekosten, etwa für Ersatzbeschaffungen und Infrastruktur. Die „iPads“ sind „jetzt aktuell, können aber in fünf Jahren wieder Oldschool sein“, führte Bahrenburg aus. Einen Digitalpakt, mit dem gerade mit Bundesmitteln in die digitale Infrastruktur der Schulen investiert wird, werde dann aber eher nicht mehr geben. Der Bürgermeister sieht dabei das Land Niedersachsen in der Pflicht. „Das kann nicht auf den Schultern der Kommunen laufen“, sagte er.

Rückendeckung für die Grundschulen gab es von den Schulleitern der weiterführenden Schulen in der Samtgemeinde. Ferdinand Pals vom Gymnasium verwies darauf, dass in seiner Einrichtung „iPads“ ab der fünften Klasse regelmäßig zum Einsatz kommen. Ab der siebten Klasse seien sie fester Bestandteil des Unterrichts. Auch die Oberschule arbeitet regelmäßig mit solchen Endgeräten und begrüßt es, wenn Schüler sich bereits ein wenig in der Materie auskennen, wenn sie in die fünften Klassen kommen. „Das hilft uns nur“, so Schulleiter André Barth.

Während der Zeit des Homeschoolings und des Wechselunterrichts haben die Grundschulen eigenen Worten nach einen großen Sprung in Sachen Digitalisierung vollziehen können. Alle Kinder haben auf häuslichen Endgeräten in unterschiedlichen Programmen arbeiten und lernen können, sich in der digitalen Welt zu bewegen. Diese Fortschritte wolle man weiter entwickeln. „Wir arbeiten in eine Tour damit“, verdeutlichte Römer.

„Wir wollen das allen Kindern als Medium zur Verfügung stellen, damit sie mit Medien in Berührung kommen im Kontext mit Lernen und nicht nur mit Spielen und Konsum.“ Aktuell haben die Grundschulen Ahausen, Bötersen und Horstedt je elf und der Schulstandort Sottrum 22 Tablets für die Schüler zur Verfügung. Mit den 45 zusätzlichen Geräten könne man jeden Schüler und jeder Schülerin zwei Stunden pro Woche einen Zugang ermöglichen, heißt es. Mit einem kompletten Klassensatz mit 20 Geräten könnten zudem alle gemeinsam lernen. Ist die Anzahl begrenzt, müssen andere zuschauen, können nicht üben.

Mit den neuen Geräten, sobald sie denn da sind, können die Grundschulen also weiter die Digitalkompetenz ihrer Kinder fördern und auf die weiterführenden Schulen mit vorbereiten. Ausschussvorsitzender Karsten Hollmann mahnte in diesem Zusammenhang bereits an, keine Insellösungen zu finden. Systeme müssten im Kontext mit weiterführenden Schulen bestehen. „Da müssen sich die Schulen einigen.“

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