Sottrum 2030: Drittes Dialogforum befasst sich mit Wohnen

Wie Sottrum leben will

Wie möglichst alle herzlich gerne in Sottrum leben, darüber hat das dritte Dialogforum zu Sottrum 2030 diskutiert. Foto: Röhrs

Sottrum - Von Matthias Röhrs. Wie sieht das Wohnen zukünftig in Sottrum aus? Konkrete Antworten auf diese Frage waren beim nunmehr dritten Dialogforum zum Entwicklungskonzept „Sottrum 2030“ am Mittwochabend im Heimathaus nicht zu erwarten. Dafür aber viele Ideen. Rund 40 Teilnehmer waren bei diesem Forum dabei. Wieder einmal eine vergleichsweise hohe Zahl. Kein Wunder, betrifft „Wohnbedarf und Wohnqualität“, so das Oberthema des Abends, alle Bürger. Es ist „existenznah“, wie Ulrich Berding vom Büro „plan zwei“, das mit dem Aufstellen des Papiers beauftragt ist, es ausdrückt.

Es gibt viel zu beachten, wenn man sich auch in Zukunft zeitgemäßes Wohnen in einer ländlichen Gemeinde wie Sottrum anschaut. Die freistehenden Familienhäuser, werden nicht mehr unangefochten der bevorzugte Lebensraum der Sottrumer sein. Schon jetzt fehlt es vor allem an günstigen und kleineren Wohnungen für Einkommensschwache, Alleinstehende oder Senioren, deren alten Häuser für sie zu groß werden. Das haben nicht nur Berding und sein Team bereits festgestellt. Obwohl in den vergangenen Jahren immer mehr Mehrparteienhäuser in der Wieste-Gemeinde entstanden sind, ist der Markt klein.

Dabei müsse man laut Berding auch dafür sorgen, dass „günstig“ nicht mit „billig“ verwechselt wird. Auch die Qualität müsse aufrecht erhalten bleiben. Das könne sich durch gleichwertigen Zugang zu Einkaufsmöglichkeiten und Infrastruktur äußern. Für Sottrum ist die Bauweise außerdem entscheidend. Vielleicht für Großstädte typische sechsstöckige Wohnhäuser passen selbstredend nicht. „Das müssen wir in Sottrum anders anpacken“, sagt Berding. Beim Dialogforum hat sich eine Geschossgröße von zwei bis 2,5 herauskristallisiert.

Zu berücksichtigen ist auch der Generationenwechsel: Senioren ziehen beispielsweise aus ihren Häusern weg, um altersgerecht und zentrumsnah zu leben, so Berding. Auch das war ein Stichpunkt, der beim Dialogforum besondere Aufmerksamkeit erfahren hatte. Dabei müssten ebenso Leerstände in den dann „verlassenen“ Einfamilienhäusern vermieden werden. Doch schon jetzt gebe es sogenannten Nachzug: Familien, die die Häuser aufkaufen und für sich sanieren.

Dass es in Sottrum also künftig mehr günstige und kleine Wohnungen geben soll, scheint klar. Bleibt noch die Frage, wo in Zukunft gebaut werden soll. Hier setzte man beim Dialogforum auf eine innerörtliche Verdichtung, nicht unbedingt auf den Ortsrand.

Das Forum am Mittwoch war das dritte von insgesamt vier. Sie sind Bestandteil der Bürgerbeteiligung zu „Sottrum 2030“. Mitte Dezember setzen sich Berding und sein Team nicht-öffentlich mit Jugendlichen zusammen, um auch auf ihre Ideen einzugehen. Im kommenden Jahr gibt es weitere Veranstaltungen, wenn das Konzept konkretere Formen angenommen hat. Im Frühjahr soll es dann endgültig vorgestellt werden.

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