Ehemaliger Lehrer

Hein Benjes veröffentlicht sein nächstes Buch

Gerne verbringt Hein Benjes Zeit im eigenen Garten.
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Gerne verbringt Hein Benjes Zeit im eigenen Garten. Jetzt hat er mit „Aus dem Leben eines Lehrers“ sein siebtes Werk veröffentlicht.

Viele Sottrumer waren selbst seine Schüler. Und auch nach dem Dienst hat sich Hein Benjes einen Namen gemacht. Nun lässt er sein Lehrer-Dasein Revue passieren.

Hellwege – Als geistiger Vater der Benjeshecke hat sich Heinrich „Hein“ Benjes weit über die Region hinaus einen Namen gemacht. Auch als lebendiger Erzähler – am liebsten auf Plattdeutsch – oder als Buchautor konnte der inzwischen 85-jährige Hellweger unzählige Freunde gewinnen. Jetzt hat Hein Benjes – wieder unter dem Alias Hein Botterbloom – mit „Aus dem Leben eines Lehrers“ sein siebtes Werk veröffentlicht. „Es ist eine autobiografische Erzählung“, erklärt Benjes.

Obwohl er aus einem Lehrerhaushalt stammt, verbindet der gebürtige Hamelner, der im Raum Nienburg aufwuchs, nicht nur gute Erfahrungen mit der Schule. „Im ersten Schuljahr gab es die Aufgabe: Wie sprechen die Tiere? Für meine Antwort ‚die Kuh, die brüllt‘ bekam ich für das zusätzliche ‚die‘ kräftige Schläge vom Lehrer“, hat sich die Geschichte im Gedächtnis eingeprägt. Schon in der Schulzeit schrieb Hein Benjes gerne, heimlich sogar kleine Gedichte. Im Unterricht war er beim Schreiben aber nicht der schnellste.

„Der dadurch entstandene Druck belastete mich“, so Benjes, der nach der Schule eine Gärtnerausbildung absolvierte. Nach drei Jahren Gesellenzeit, eins davon in Schweden, orientierte er sich um und nahm auf dem zweiten Bildungsweg ein Pädagogik-Studium auf. Für seine Junglehrerzeit zog es ihn nach Uphusen. „Dort wurde mir die größte Wohnung angeboten“, verrät der Hellweger schmunzelnd. Die Kinder profitierten von seinem Unterrichtsstil. Für ihn war es immer ein Reiz, „etwas locker zu machen, was da ist“.

„Die Kinder sind zum Glück verschieden. Jedes Kind hat seine Königsseite, das habe ich oft erlebt“, sagt Hein Benjes und erklärt: „Es gibt verschiedene Arten von Intelligenz: Die theoretische und die praktische Intelligenz.“ Lange hielt es ihn nicht in Uphusen: „Dort war mir zu wenig Grün.“ Keinen Einfluss auf die Entscheidung hatte dagegen der nicht ganz so gute Draht zum dortigen Schulrat. „Dieser konnte mich und meinen Bart nicht leiden. Bei einer Vorführstunde übernahm er mir mittendrin die Regie aus der Hand und machte auf ungeschickte Weise meine Stunde zunichte“, erzählt Benjes. Und weiter: „Er meinte sogar, der Unterricht sei so schlecht, dass es keine fünf oder sechs, sondern eine neun wäre.“

Daher freute es ihn besonders, dass die anschließende Beurteilung der anwesenden Lehrer zu seinen Gunsten ausfiel. Nachdem Benjes zuvor schon privat mit Gretchen in Hellwege „die Liebe seines Lebens“ gefunden hatte, wechselte er auch beruflich dorthin, bevor durch die Gebietsreform 1974 die Dorfschulen aufgelöst wurden. „Diedrich Claus, Rektor am Eichkamp in Sottrum, bot mir an, nach Sottrum zu kommen“, erinnert sich Benjes, der sich auch schon damals für den Naturschutz engagierte.

Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1993 prägte er maßgeblich mit seinen Maximen „In der Schule kann das Loben gar nicht dick genug sein“ oder „Das Lob ist stärker als der Tadel“ oder „Du musst nicht lernen, sondern du darfst lernen“. Für Benjes ist der Beruf des Lehrers Berufung: „Lehrer sein bedeutet für mich: Lebensfreude möglich zu machen.“ Ursprünglich sollte die Biografie ein „gewisser Abschluss sein“.

Das Buch

Heinrich Benjes alias Hein Botterbloom: „Aus dem Leben eines Lehrers – Eine biografische Erzählung“; 240 Seiten; Preis: 16,90; ISBN: 978-3-95606-593-4

„Doch es juckt mich in den Fingern, denn Schreiben bereitet mir sehr viel Freude“, sagt der Hellweger. Und weiter: „Es macht Spaß, die Sprache zum Klingen zu bringen. Die Sprache will tanzen.“ So hat er schon etwas zu Papier gebracht über Träume. „Das Thema hat mich schon seit meiner Kindheit interessiert“, so der 85-Jährige. Aber auch fast druckfertige Texte, wie über die ersten Stunden auf Plattdeutsch, liegen auf seinem Schreibtisch. Daher wird „Aus dem Leben eines Lehrers“, das seit August im Handel ist, sicherlich nicht das letzte Werk von Hein Botterbloom gewesen sein.

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