Offensive der Bahn

Sottrumer Bahnhof soll neue Fahrradboxen bekommen

Blaue Fahrradboxen mit verblasstem Fahrrad-Aufkleber.
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Sind in die Jahre gekommen und sollen weg: Die Fahrradboxen am Sottrumer Bahnhof. Als Ersatz kommen Sammelschließanlagen.

Trocken und vor allem sicher möchten Fahrradpendler ihre Zweiräder wissen, wenn sie am Bahnhof in den Zug umsteigen. In Sottrum möchte man dafür neue Sammelanlagen errichten. Dann kommen nicht wie bisher nur zehn, sondern 48 Radler Zugang zur Abstellbox.

Sottrum – Der Sottrumer Bahnhof soll eine Aufwertung erfahren und attraktiver für Radfahrer werden. Der Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Planung, Wirtschaft und Verkehr des Samtgemeinderates hat am Donnerstag den Weg frei gemacht für neue abschließbare Fahrradboxen. Allerdings müssen dafür mehrere Autostellplätze verschwinden.

Anlass des Projekts ist die „Bike+Ride-Offensive“ der Deutschen Bahn und des Bundesumweltministeriums, die die neuen Abstellboxen fördert. Laut Samtgemeinde-Verwaltung möchten beide bis zu 100 000 neue Stellplätze für Fahrräder an Bahnhöfen in Deutschland errichten. Da die Boxen abschließbar sind, richtet sich das Angebot insbesondere an Besitzer von höherwertigen Fahrrädern und E-Bikes, die eine sichere und witterungsunabhängige Abstellmöglichkeit für ihre Fahrräder wünschen. Der geplante Sottrumer Anteil an der Offensive: 48 Stellplätze.

Aktuell gibt es lediglich zehn abschließbare Boxen für einzelne Fahrräder am Sottrumer Bahnhof. Wie Eckhard Behrens von der Samtgemeinde-Verwaltung im Ausschuss erläuterte, sind diese Boxen alle vermietet. Ob sie von den Mietern tatsächlich auch benutzt werden, weiß die Samtgemeinde nicht. Jedenfalls sind diese blauen Kästen mittlerweile ohnehin in die Jahre gekommen und abgängig. Wenn die neuen Abstellboxen da sind, sollen sie entfernt werden. Die Mieter bekommen ein Angebot, die neuen Sammelschließanlagen, wie sie in der Vorlage genannt werden, zu benutzen.

Die beiden Anlagen sollen direkt neben den jetzigen Abstellboxen aufgestellt werden. Aktuell ist dieser Standort noch für Autos vorgesehen, acht Parkplätze werden dann gestrichen. Das ist so ziemlich der einzige Kritikpunkt an der Maßnahme, den auch einige Ausschussmitglieder angesprochen haben. Das sei auch der Verwaltung bewusst, so Samtgemeindebürgermeister Holger Bahrenburg. „Wir werden das beobachten“, sagte er mit Blick auf mögliche Falsch- und Wildparker am Bahnhof. Es gebe noch Möglichkeiten, weitere Autostellplätze zu schaffen, erklärte er ohne ins Detail zu gehen. Sollte sich durch den Wegfall dieser acht Stellplätze die Parkplatz-Situation dramatisch verschlechtern, müsse man ohnehin auch mehr dagegen machen, lies Behrens durchklingen.

Die Anlagen sind 7,50 mal 2,65 Meter groß und bieten mit einem Doppelstock-Parker-System Platz für jeweils 24 Räder. Die Schiebetüren lassen sich mit einer App, RFID-Karte oder PIN-Code öffnen. Die Nutzung kostet eine Gebühr, die aber lediglich die Kosten decken sollen, so Behrens. Üblich sind laut Vorlage 60 bis 120 Euro pro Jahr.

Für die Anschaffung hat der Ausschuss empfohlen, 30 000 Euro in den Haushalt 2022 einzustellen – der Anteil der Samtgemeinde an der Maßnahme. Die laufenden Kosten für Wartung und Buchungssoftware liegen bei rund 2 000 Euro.

Die Samtgemeinde wird nun die Anlage beantragen. Sie erwartet den Förderbescheid im kommenden Sommer. Dann soll es auch an die Detailplanung gehen. Der Antrag geht von einer Variante mit Lochblech aus, aber auch eine Holzverkleidung ist noch nicht vom Tisch.

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