„SoFa“-Mitarbeiter des Jugendtreffs haben Spende vom Rotenburger Lions-Club bereits gut investiert

Zwischen Spraydosen, Masken und Handschuhen

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Julian Tewes (v.l.) und Johannes Graf haben mit den Jugendlichen im Treff noch einiges vor.

Sottrum - 1000 Euro für neue Materialien. Diese Summe hat der Jugendtreff Sottrum beim Spendenwettbewerb des Rotenburger Lions-Clubs neben 24 anderen Organisationen bekommen – die Lions hatten die Summe von 25000 Euro wegen ihres 50-jährigen Bestehens ausgelobt. Und Julian Tewes und Johannes Graf von der Sozialpädagogischen Familien- und Lebenshilfe („SoFa“), die mit ihren Kollegen im Jugendtreff in Sottrum aktiv sind, haben das Geld schon in ein sinnvolles Projekt gesteckt.

Für die Kinder und Jugendlichen gibt es neues Material, um sich an den Spraydosen zu versuchen – alles ganz legal, versteht sich, denn die „SoFa“-Mitarbeiter distanzieren sich von Schmierereien. „Wir wollen den Jugendlichen eine Fläche bieten, damit sie sich legal ausprobieren können“, stellt Graf klar. Graf und Tewes geben den Kindern – wie bereits bei der Rückwand des Insektenhotels hinterm Sottrumer Heimathaus – die Möglichkeit, sich mit Schablonen zu verewigen.

Nun stapeln sich Unterlagen, Cuttermesser, Spraydosen und Metalllineale auf dem Tisch. Alles steht bereit für das anstehende große Projekt. Auch professionelle Masken und Handschuhe – vorher haben die Jugendlichen immer mit Einweg-Material gearbeitet, dass allerdings genauso sicher sei – gibt es mittlerweile. Eine Maske koste dabei mal eben 35 Euro. Da kommt die Spende vom Lions-Club Rotenburg dem Jugendtreff sehr gelegen – die Mittel für Materialien in dieser Form seien so nicht vorhanden. „Der Vorteil dabei ist einfach, dass wir die Masken und Handschuhe nicht nach jedem Sprayen wegwerfen müssen“, erklärt Streetworker Julian Tewes.

Und das neue Projekt ist bereits in Aussicht. Der Schriftzug „Jugendtreff“ über dem Eingang soll neu gestaltet werden. Dafür seien wieder Buchstaben aus Holz vorgesehen, die die Jugendlichen dann individuell gestalten können. Tewes betont: „Es geht auch darum, mit den Jugendlichen das zu machen, worauf sie Bock haben, und Graffiti ist dabei die beliebteste Form.“

jet

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