Seit 1990 treffen sich die Geflügelzüchter aus Rotenburg und Groß Schwarzlosen jährlich

Aus Paten werden enge Freunde

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Seit 25 Jahren treffen sich die Züchterfreunde aus Rotenburg und Groß Schwarzlosen.

Höperhöfen - Seit 1990 treffen sich die Mitglieder des Geflügelzuchtvereins Rotenburg mit den Züchtern aus Groß Schwarzlosen (Kreis Stendal). Aus dieser ursprünglichen Patenschaft entwickelten sich im Laufe des vergangenen Vierteljahrhunderts enge Freundschaften unter den Mitgliedern. „Grund genug für die Züchter beider Vereine, dieses Jubiläum gebührend zu feiern“, sagten sich die Züchter und hatten sich deshalb am Wochenende in Höperhöfen im Feuerwehrhaus zu einer gemeinsamen Feier getroffen. Als Ehrengast war Rotenburgs stellvertretender Bürgermeister Hartmut Leefers (CDU) mit von der Partie.

Hermann Kaps von den gastgebenden Züchtern aus Rotenburg warf einen Blick auf die Entstehung der Patenschaft zurück. „Die Mauer, die uns viele Jahrzehnte von unseren Landsleuten im Osten trennte, war 1989 gefallen. Der Wunsch, sich mit den Züchtern aus der ehemaligen DDR auszutauschen, war groß“, erklärte Kaps. Die Begegnung sollte nicht lange auf sich warten lassen, denn bei einem Treffen der Scheeßeler Sozialdemokraten mit Parteifreunden aus Groß Schwarzlosen seien auch Geflügelzüchter auf beiden Seiten mit dabei gewesen, die einen Erfahrungsaustausch wünschten und eine eventuelle Patenschaft anstrebten. Schnell seien die Adressen ausgetauscht und ein Treffen vereinbart worden. „Am 18. März reiste damals eine Abordnung aus dem Kreis Stendal nach Scheeßel, und nach kurzem Beschnuppern kam man sich schnell näher“, so Kaps. Der Gegenbesuch aus dem Westen erfolgte noch im Mai des gleichen Jahres. „Wir wurden äußerst freundschaftlich empfangen“, erinnern die damaligen Teilnehmer gerne zurück. Alle seien privat bei den Züchterfreunden untergekommen. „Damals wurde dann auch der Grundstein für unsere langjährige Patenschaft gelegt“, erklärte Kaps. Über das gemeinsame Hobby hinaus entwickelten sich über die Jahre enge Freundschaften. Auch wenn die Führung in beiden Vereinen wechselte, die Patenschaft hatte nie gelitten. „Wir stoßen auf die nächsten 25 Jahre unserer Freundschaft an und freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr“, sprach Kaps und erhob am Ende das Glas zum gemeinsamen Toast.

go

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