Der erste Schritt

Schulausschuss stellt Weichen für Mensabau am Sottrumer Gymnasium

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Das Gymnasium Sottrum will im kommenden Jahr den Ganztag anbieten können. Für die dafür benötigte Mensa hat der Schulausschuss des Landkreises Rotenburg entschieden, Planungskosten einzustellen.

Sottrum - Von Inken Quebe. Nun kann es an die Planungen gehen – zumindest fast. Nachdem der Schulausschuss des Landkreises Rotenburg in der vergangenen Woche empfohlen hat, 100.000 Euro Planungskosten für den Bau einer Mensa sowie weitere Klassenräume am Gymnasium Sottrum bereitszustellen, muss am Mittwoch noch der Kreisausschuss sein „Ok“ geben. Und dann geht es „zügig“ ins Vergabeverfahren, berichtet Samtgemeindebürgermeister Peter Freytag.

Im Schulausschuss des Landkreises war die Entscheidung einstimmig gefallen. Im Beschlussvorschlag hatte die Landkreisverwaltung zwar noch Planungskosten in Höhe von 50 000 Euro vorgesehen. Um aber den Ansatz nachträglich nicht doch noch erhöhen zu müssen, plante der Ausschuss direkt die doppelte Höhe ein. Der Landkreis muss Mensa und die weiteren Schulräume für die Wiedereinführung von G9 im Blick behalten, so Erster Kreisrat Torsten Lühring zur Begründung dieses Schrittes. Er rechnet außerdem damit, dass diese Entscheidung auch im Kreisausschuss Bestand hat. Nötig wird die Mensa, weil zum Schuljahr 2017/18 aus dem Gymnasium eine offene Ganztagsschule werden soll.

„Brauchen dringend Planungssicherheit“

Für Ferdinand Pals, Schulleiter des Gymnasiums, sei es wesentlich gewesen, dass die Planungskosten erhöht wurden, dies sei „sinnvoll“. Er wertet die Ausschussentscheidung auf Anfrage als „ersten Schritt“. Auch im Sottrumer Rathaus ist die Reaktion auf die Entscheidung über die Planungskosten „grundsätzlich positiv“, sagt Freytag, der gleichzeitig betont: „Wir brauchen diese Planungssicherheit auch dringend.“ Wenn der Kreisausschuss abschließend positiv darüber entscheidet, folge die Planerabfrage. „Das wird zügig abgearbeitet“, sagt Freytag. Idealerweise seien die ersten Planungen, inklusive Kostenschätzungen, in den Sommerferien abgeschlossen. Dann könne der Bau möglicherweise im Herbst beginnen und – abhängig vom Wetter – bereits im Frühjahr 2018 eine Mensa stehen. Klar ist damit auch: Es muss eine Übergangslösung geben. Hierbei seien die Verantwortlichen bereits in Abstimmung. Freytag betont: „Die Mensa liegt zeitlich klar in unserem Fokus.“

Noch uneins sind sich Gymnasium, Samtgemeinde und der Landkreis offenbar über die Größe der Mensa. „Die Samtgemeinde plant eine Mensa mit 125 bis 150 Plätzen, die im Zwei-Schicht-System betrieben werden soll, sodass die Ausgabe von bis zu 300 Mahlzeiten möglich wäre“, heißt es im Beschlussvorschlag.

Landkreis hält die Planungen für „überdimensioniert“

Die Landkreisverwaltung schätzt, dass das Gymnasium 2025/26 etwa 640 Schüler besuchen – somit hätte die Mensa eine Kapazität von 47 Prozent, so die Rechnung des Landkreises. Im Vergleich dazu biete die beim Rotenburger Ratsgymnasium im Bau befindliche Cafeteria 110 Plätze bei 1000 Schülern. Auch eine vom Kultusministerium durchgeführte Umfrage habe 2007 gezeigt, dass an offenen Ganztagsschulen nur etwa sieben Prozent der Schüler Interesse an Mensaverpflegung hätten. Der Landkreis hält den aktuell geplanten Umfang der Sottrumer Mensa deshalb für „überdimensioniert“. Daher berät man im Kreishaus erst nach Vorliegen einer konkreten Planung und Kostenschätzung weiter.

Indes wartet Pals noch auf die Genehmigung für die Einrichtung des offenen Ganztags aus Hannover. Im Frühjahr soll es einen offiziellen Termin geben, bei dem das niedersächsische Kultusministerium die Entscheidung darüber bekannt gibt, so Pals Informationsstand. Allerdings gebe es bereits Hinweise, sodass man am Gymnasium von einer positiven Entscheidung ausgehen dürfe.

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