Aufführung am 20. Juni

Sottrumer Schüler proben Musical „Ausgetickt“

+
Die Kostüme sind größtenteils schon fertig. In weniger als zwei Wochen ist Premiere.

Sottrum - Ein Nachmittag im Gymnasium Sottrum: Während die Mitschüler schon längst zuhause oder im Freibad sind, tummeln sich in der Aula gut zwei Dutzend Fünft- bis Zehntklässler.

Ihre Kostümierungen lassen zunächst an Fasching oder Mottowoche denken; bei näherem Hinsehen entdeckt man lauter Uhren: Eieruhr, Stoppuhr, Radiowecker – sogar eine Apple Watch ist dabei. Ein Mädchen im rosa Tüllkleid – nicht etwa eine Prinzessin, sondern die Spieluhr –, ruft: „Wie heißt noch mal der Techniker?“ 

Am Flügel stimmt Lehrer Sebastian Klimm mit den ersten Akkorden ein, seine Kollegin Anke Dunker bestellt eine Leiter, „sonst kann man die Sonnenuhr nicht sehen!“ Kurz: Es herrscht kreatives Chaos.

Schon fünf Minuten später werden die Teilnehmer der Musical-AG in Reih und Glied auf der Bühne stehen, „Wir müssen ticken und tacken“ singen und die Arme als Zeiger in die Luft recken. Text und Melodie sitzen, die Choreo auch – alles fertig für die Aufführung des Musicals „Ausgetickt? Die Stunde der Uhren“, das am Mittwoch, 20. Juni, im Forum des Gymnasiums aufgeführt wird? „Mitnichten“, meint der Mann am Klavier, „aber wir haben ja noch die Projektwoche.“

Lara spielt eine Kuckucksuhr

Seit Beginn des Schuljahres wird bei der Musical-AG geprobt; seit Jahresanfang werden Kostüme geschneidert und ja, seit einiger Zeit auch Texte gelernt. Lara Schmidt zupft kritisch an dem Vogel, der ihr filzbraunes Kostüm ziert – „da muss wohl noch mal der Heißkleber ran“, rät Dunker. 

Für ihre Rolle als Kuckucksuhr hat die Fünftklässlerin mit der Mutter im Internet recherchiert, die Stoffe fanden sie auf einer Stoffmesse in Bremen. Blätter ausschneiden und annähen, die Kordeln für die Zuggewichte – alles in Eigenarbeit, „nur bei den Ziffern hat Mama geholfen“.  Die Texte zu lernen, sei kein Problem gewesen, „das liegt mir“. 

Die meisten der anderen Kostüme sind im heimischen Wohnzimmer und auf der Terrasse bei Anke Dunker entstanden – bei der Sanduhr vernähte die Musik- und Mathelehrerin Gartendraht, ein Käfig entstand aus einem Pappkarton – „irgendwann kamen die Ideen von alleine!“

Die Musik bringt auch die tyrannische Superuhr in Schwung

Während der Wecker sein Klagelied singt – obwohl er seinen Job pünktlich und ohne Murren macht, wird er von allen gehasst –, schauen andere Akteure noch ein letztes Mal in ihre Texte. In zwei Wochen muss die Geschichte um den Sturz der tyrannischen Superuhr, die mit viel musikalischem Schwung von Rock über Polka bis zum Rap in Sottrum live in Szene gesetzt wird, stehen. 

Ob die Flucht der Wecker gelingt? Wer versteckt sich hinter Öli und Schrauber – und welche Rolle spielt Rita Rolex? Es wird spannend.

Im Vorprogramm des Musicals mit der Musik des Komponisten von „Toms Traum“ und „Schwein gehabt“ Gerhard Meyer sind ab 18 Uhr der Bläserklassen der Jahrgänge Fünf und Sechs sowie die Formation Wildes Blech zu erleben. Der Eintritt beträgt fünf Euro, Karten sind im Vorverkauf im Sekretariat des Gymnasiums und an der Abendkasse erhältlich. - hey

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Italiens Innenminister: Private Rettungsschiffe unerwünscht

Italiens Innenminister: Private Rettungsschiffe unerwünscht

Entlassungsfeier an der KGS Leeste

Entlassungsfeier an der KGS Leeste

Schützenfest in Bücken

Schützenfest in Bücken

Der Freitag auf dem Hurricane mit Marteria und Billy Talent

Der Freitag auf dem Hurricane mit Marteria und Billy Talent

Meistgelesene Artikel

Apotheker aus Scheeßel löst Begeisterung im Netz aus

Apotheker aus Scheeßel löst Begeisterung im Netz aus

Schwerer Unfall bei Hurricane-Anreise: Drei Menschen verletzt

Schwerer Unfall bei Hurricane-Anreise: Drei Menschen verletzt

Schwerer Unfall in Seedorf: Zwei Menschen verletzt

Schwerer Unfall in Seedorf: Zwei Menschen verletzt

Immer Ärger mit den Festival-Fäkalien

Immer Ärger mit den Festival-Fäkalien

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.