Schüler der Theater AG II des Sottrumer Gymnasiums führen „Ein Sommernachtstraum“ auf

Ehestreit im antiken Griechenland

+
Titania (Johanna von Truchseß) und Oberon (Nikolas Dehnbostel) sorgen mit ihrem Ehestreit für einige Verwirrung im antiken Athen.

Sottrum - Von Jessica Tisemann. Ein ganz schön anspruchsvolles Stück haben sich die Lehrer der Theater-AG II des Sottrumer Gymnasiums ausgesucht. Mit „Ein Sommernachtstraum“ – frei nach William Shakespeare – geht es für die Lehrerinnen Stefanie Schwendtmer, Anja Niebuhr und Ingelid Ebeling bei der Premiere am Dienstag um 19 Uhr im Foyer des Gymnasiums mittlerweile ins dritte Jahr.

Nach „Alice im Wunderland“ 2013 und „Ronja Räubertochter“ im vergangenen Jahr, steht nun also die verworrene Liebesgeschichte von Hermia und Lysander sowie Helena und Demetrius auf dem Programm. „Wir haben jetzt viele Schüler aus der achten und neunten Klasse dabei, die von Anfang an dabei sind. Die wollten auch mal ein anspruchsvolleres Stück spielen“, erklärt Lehrerin Stefanie Schwendtmer.

Außerdem seien die großen Mädchen mittlerweile so weit, dass sie auch eine männliche Rolle spielen könnten. Und das ist auch nötig. Denn trotz der großen Resonanz auf das AG-Angebot, das auch Schulleiter Ferdinand Pals freut, sind bei den 35 Teilnehmern die Mädchen immer noch stärker repräsentiert.

Was bei der Probe aber am meisten auffällt, ist der Zusammenhalt der Nachwuchsschauspieler. Bereits bevor die Lehrerin den Schülern sagt, dass sie sich aufwärmen sollen, starten die Jungen und Mädchen das Programm von alleine. Die Älteren aus der neunten Klasse übernehmen die Führung und beziehen die jüngeren Schüler aus dem fünften Jahrgang mit ein.

Die Theater-AG sei für die Jungen und Mädchen ein Ausgleich zum normalen Schulalltag, berichtet Musiklehrerin Schwendtmer. „Ansonsten würden sie auch nicht so viel Zeit in die Proben investieren und auch am Wochenende ihre Zeit dafür opfern.“ Aber auch die Lehrerinnen geben einiges an Freizeit für die AG her. Nach der Auswahl des Stückes zu Beginn des Schuljahres, folgt die Rollenverteilung und die Organisation der Kostüme und Bühnenbilder. Für die letzten Punkte ist Ingelid Ebeling zuständig, die auch gerne mal bei einer Probe sitzt und nebenbei an den Kostümen der Darsteller werkelt. Diese fertigt sie in der Regel aus alten Kleidungsstücken. So stammt das grüne Kleid von Titania (Johanna von Truchseß) aus dem Fundus von Anja Niebuhr. Bei den Aufführungen selbst sorgt Niebuhr hinter der Bühne für einen reibungslosen Ablauf. Stefanie Schwendtmer hält aus der ersten Reihe den Blickkontakt zu „ihren“ Schützlingen. „Damit sie ein bekanntes Gesicht sehen“, erklärt sie.

Nach einem Jahr Vorbereitung und drei intensiven Proben am Wochenende, steht nun am Dienstag die Premiere an. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Karten gibt es für vier Euro im Sekretariat des Gymnasiums. Weitere Aufführungen sind für Donnerstag, 16. Juli, und Freitag, 17. Juli, jeweils um 19 Uhr geplant.

jet

Mehr zum Thema:

Solidarität mit London von Berlin bis Washington

Solidarität mit London von Berlin bis Washington

Apotheke auf dem Balkon: Heil- und Würzpflanzen für den Topf

Apotheke auf dem Balkon: Heil- und Würzpflanzen für den Topf

Stadt, Land, Fluss rund um Hameln

Stadt, Land, Fluss rund um Hameln

Mit Streetart-Touren die etwas andere Kunst entdecken

Mit Streetart-Touren die etwas andere Kunst entdecken

Meistgelesene Artikel

Schüler erteilen Rassismus einen Platzverweis

Schüler erteilen Rassismus einen Platzverweis

16-jährige Radlerin stirbt bei Unfall

16-jährige Radlerin stirbt bei Unfall

Kulturinitiative wird nicht in den Heimatverein aufgenommen

Kulturinitiative wird nicht in den Heimatverein aufgenommen

Kommentare