Schüler der Robbenklasse kommen bei den Doppellauten an / Gesunde Ernährung auf dem Lehrplan

Es geht komplexer zu

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An Fasching verkleidet sich auch der Schulleiter Tim Weidenfeld.

Sottrum - Von Jessica Tisemann. Fasching? Das geht auch an der Grundschule am Eichkamp nicht spurlos vorbei. Doch die Robbenklasse hat sich an diesem Tag auch mal eine kleine Pause verdient. Also laufen Hexen, Piraten, Indianer und Polizisten gemeinsam mit dem Hulk durch die Gänge – auf dem Stundenplan stehen statt Deutsch oder Mathe mal Stop-Tanz und „Reise nach Jerusalem“.

Die Fortschritte im Unterricht bei den Schülern sind nach den ersten fünf Monaten schon deutlich zu sehen. „Sie lesen jetzt immer besser und auch beim Schreiben sind wir schon sehr weit“, berichtet Klassenlehrerin Jessica Klasen. Immerhin stehen jetzt schon die schwierigeren Doppellaute wie „ei“ an – die Hälfte der Buchstaben hat die Robbenklasse also schon gelernt.

Mittlerweile lassen sich auch kleine Unterschiede im Lernverhalten der Kinder erkennen. „Bei einigen sieht man einen schnelleren Fortschritt als bei anderen“, so die Klassenlehrerin. Aber das sei ganz normal. Auch fünf neue Schüler gilt es, in den Klassenverband der Robben zu integrieren – von anfangs 16 Schülern ist die Zahl jetzt auf 21 gestiegen. Das liegt am Schulwechsel von einzelnen Kindern oder an der Unterbringung von Flüchtlingsfamilien in der Gemeinde Sottrum.

Vor allem bei den Flüchtlingskindern ist der Unterricht eine Herausforderung – auch für die Lehrer. Die Schüler bekommen alle in Kleingruppen in einer Sprachlernklasse extra Deutschunterricht. „Das klappt gerade bei den kleinen Kindern aber auch im normalen Unterricht ganz gut. Sie hören die Sprache und lernen ja eh die Buchstaben erst kennen, wie die anderen Schüler auch“, berichtet Jessica Klasen aus dem Schulalltag.

Neben den immer neuen Buchstaben geht es auch im Matheunterricht langsam immer komplexer zu. Auf die Schüler warten nun unter anderem die unterschiedlichen Formen wie zum Beispiel Kreise. Außerdem lernen die Jungen und Mädchen verschiedene Falttechniken kennen. Zeugnisse gab es übrigens für die Robben zum Ende des ersten Halbjahres im Januar noch nicht. Das erste steht für den Sommer an, wenn es an den Wechsel in die zweite Klasse geht.

Aber nicht nur das Lernen in den Hauptfächern müssen die Jungen und Mädchen hinter sich bringen. Jessica Klasen versucht gerade mit ihnen zu schauen, wie ein ganzer Tag abläuft. „Mit den Uhrzeiten müssen wir aber noch ein bisschen warten“, hat sie bei der Arbeit mit den Schülern bemerkt. Das sei noch etwas zu komplex. Stattdessen soll es bald einen Geburtstagskalender für den Klassenraum geben. Dort taucht dann der Ehrentag von jedem Kind auf.

Ein weiteres Thema: gesunde Ernährung. Die Kinder haben bisher schon die Ernährungspyramide kennengelernt – an diesem Tag kann die aber außer Acht gelassen werden, denn in der ganzen Schule warten Berge von Bonbons, Salzstangen und Gummibärchen auf die Kinder. Immerhin steht in der Aula auch die große Karnevalsfeier an – zu der sich auch Schulleiter Tim Weidenfeld in sein Kostüm schmeißt, in diesem Jahr ist er ein Pirat.

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